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abiunity  Nordrhein-Westfalen
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10.05.2014 um 17:14 Uhr
#282212
TSchüler95
Schüler | Nordrhein-Westfalen
Hallo alle zusammen,

kann mir jemand das KAR-Modell nach Neumaier erklären? Nur in wesentlichen Grundzügen.
Habe da leider kaum Material dazu. Ich weis nichtmal, wieso es "KAR-Modell" heist.

Grüße smile
0
 
13.05.2014 um 16:58 Uhr
#284062
Allahuakbar
Schüler | Nordrhein-Westfalen
Dann wärst du wohl lieber zum haupttermin aufgetaucht, denn da kam nix dergleichen vor großes Grinsen
0
 
13.05.2014 um 17:11 Uhr
#284082
fg96
Schüler | Nordrhein-Westfalen
https://www.ph-ludwigsburg.de/fileadmin/subsites/2d-sprt-t-01/user_files/Lehrbeauftragte/ws0809/Turbanski_-_Einfuehrung_in_die_Trainingslehre_BEWEGUNGSKOORDINATION.pdf

Seite 3 bis 7
2
 
14.05.2014 um 20:10 Uhr
#284936
TSchüler95
Schüler | Nordrhein-Westfalen
Ich habe Sport als 4. Fach Zunge raus Dient der Vorbereitung der mündlichen Prüfung smile

Danke !
0
 
16.04.2015 um 14:35 Uhr
#303667
Xlisamkx
Freiwilliger Helfer | Nordrhein-Westfalen
Was ist der KAR?
Der KAR ist ein Modell zur präzisen Einordnung/Bestimmung koordinativer Anforderungen von Bewegungshandlungen. Je nach Ausprägungsgrad der Anforderungen ergibt sich ein bestimmtes koordinatives Anforderungsprofil für eine Bewegungshandlung, eine bestimmte Disziplin oder eine Sportart.
Der KAR setzt sich aus zwei Gruppen von Anforderungskategorien zusammen:
1. Aus den Informationsanforderungen, d.h. den Anforderungen hinsichtlich der Informationsverarbeitung aus den verschiedenen Sinnesmodalitäten (Welche Analysatoren haben eine besondere Bedeutung/ werden besonders beansprucht, um die spezifische Bewegungskoordination auszuführen und die Aufgabe zu lösen?)
2. Aus den Druckbedingungen (Präzisionsdruck, Zeitdruck, Komplexitätsdruck, Situationsdruck, Belastungsdruck) die sich aus der Zielstellung der Bewegungsausführung und der (den) zur Aufgabenlösung einzusetzenden Bewegung(en) in Verbindung mit den äußeren und inneren Ausführungsbedingungen ergeben.

Die Anforderungsgruppen sind bildhaft als zwei miteinander gekoppelte Schaltpulte darstellbar. Auf jedem Schaltpult finden sich die Regler der einzelnen Anforderungskategorien wieder. Dieses Bild nennt sich KAR.
Bei den Informationsanforderungen ist neben den Analysatoren (optisch, akustisch, taktil, kinästhetisch, vestibulär) die Kategorie der Gleichgewichtsanforderungen wegen ihrer grundlegenden Bedeutung für die Koordinationsschwierigkeit gesondert hervorgehoben. Um die integrative Verbindung der Sinnesleitungen mehrerer Analysatoren bei deren Bewältigung zu veranschaulichen, sind die Gleichgewichtsanforderungen quer zu den Analysatoren angeordnet.
Drei Kategorien innerhalb der Druckbedingungen sind im KAR in verschiedene Teilaspekte aufgeteilt:
1. Komplexitätsdruck:
K1: gleichzeitig auszuführende (Teil-)Bewegungen: Simultankoordination
K2: nacheinander auszuführende (Teil-)Bewegungen: Sukzessivkoordination
K3: Muskelauswahl (groß-/feinmotorisch; Ausführung links/rechts)
2. Situationsdruck:
S1: Situationsvariabilität (Variabilitätsdruck)
S2: Situationskomplexität (Anzahl und Vielseitigkeit der Umweltmerkmale, z.B. ein oder mehrere Mit-/Gegenspieler)
3. Belastungsdruck:
Physisch-konditionelle Belastung (v.a. Krafteinsatz; Ermüdungsbedingungen)
Psychische Beanspruchung
Die Analyse der koordinativen Anforderungen und Schwierigkeiten einer Bewegungsaufgabe ergibt dann in der Gesamtkonstellation der Reglerstellung des KAR das koordinative Anforderungsprofil.
Die Koordinationsschwierigkeit einer Bewegungsaufgabe lässt sich nicht allein aufgrund einer einzigen Anforderungskategorie darstellen sondern hängt wesentlich von der Reglerkonstellation aller Anforderungskategorien (Summe) zueinander ab.
Festlegung der typischen Situationen und dominanten Handlungen
Nur in einigen Individualsportarten/-disziplinen lässt sich die Anforderungsanalyse auf eine einzige Handlungssituation begrenzen (z.B. bei leichtathletischen Würfen und Sprüngen).
Oft bezieht sich motorische Handlungskompetenz aber auf unterschiedliche Situationen und Bewegungshandlungen bzw. Disziplinen (z.B. bei Sportspielen, Mehrkämpfen, etc.).
Bei solchen Sportarten umfasst das koordinative Anforderungsprofil also die Summe einzelner Grundstellungen von Bewegungshandlungen, die für die Sportart typisch sind.

Festlegung der Reglerstellung auf dem KAR
Die Reglerstellung zwischen den Extrempolen „hoch“ und „niedrig“ entspricht dem Bedeutungs- und Schwierigkeitsgrad der entsprechenden Kategorie. (Ausnahme: K3 Muskelauswahl s.o.)
Manchmal ist es sinnvoll bzw. notwendig zusätzlich die Reglerstellung verschiedener Phasen einer Bewegungshandlung/Disziplin zu differenzieren (z.B. Hürdenüberquerung und Lauf zwischen den Hürden; Hochsprung: Anlauf und Absprung).
Bei der Analyse einzelner Bewegungsaufgaben bzw. Handlungssituationen lassen sich bei großer Ähnlichkeit der koordinativen Anforderungen mehrere Einzelprofile zu Profilen für Situationsklassen zusammenfassen. Möglicherweise sind bei einer konstanten Reglerstellung des KAR bei einzelnen Kategorien auch grobe „Übersichtsprofile“ für eine ganze Sportart oder gar eine Sportartengruppe (z.B. Torschussspiele, Rückschlaggspiele) sinnvoll.
Achtung: Das Modell geht nicht von allgemein zugrunde liegenden koordinativen Fähigkeiten aus. Vielmehr analysiert es spezifischen Anforderungen koordinativer Art, welche im Sinne von Fertigkeiten erworben werden müssen.

Koordinationstraining
Unter dem Oberbegriff Koordinationstraining werden die methodischen Maßnahmen und die Bewegungstätigkeit zusammengefasst, die dem Ziel dienen, die personalen (individuellen) motorischen Voraussetzungen der Bewegungskoordination durch eine systematische Auseinandersetzung mit spezifischen koordinativen Anforderungen (Informationsanforderungen und Druckbedingungen) zu entwickeln (zu verbessern, zu optimieren) und zu stabilisieren.
Aus dieser Begriffsbestimmung folgt:
Die Auswirkungen des Koordinationstrainings bestehen in einer Verbesserung/ Optimierung/ Stabilisierung der individuellen koordinativen Leistungsvoraussetzungen.
Der entscheidende Unterschied des KAR gegenüber dem fähigkeitsorientierten Koordinationstrainings besteht in der engen Technik- und Aufgabenorientierung. Die konkreten Bewegungsaufgaben werden bezüglich ihrer Druckbedingungen analysiert und hinsichtlich möglicher trainingsmethodischer Variationen durchleuchtet.
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