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abiunity  Nordrhein-Westfalen
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06.06.2017 um 15:47 Uhr
#364448
nele511
Schüler | Nordrhein-Westfalen
Wir haben uns damals im Philo-Unterricht Stichpunkte zur Stoa aufgeschrieben. Einer lautete:
"Bedeutung der Gesellschaft --> am sozialen Leben teilnehmen, sodass man nicht aufhören muss, ein treuer ehrenhater Mensch zu sein.".
Was ist damit gemeint?

Danke im Voraus
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20.06.2017 um 09:24 Uhr
#364732
DrLuaj
Schüler | Nordrhein-Westfalen
  • Abiunity Supporter
Der Mensch könne als Vernunftwesen die universelle Gesetzmäßigkeit erkennen. Die einzige Tugend sei ein im Wissen um diese Gesetzmäßigkeit geführtes vernünftiges Leben. Hierin bestehe die einzige Glückseligkeit. Dem gegenüber gebe es nur ein einziges Übel: unvernünftiges Leben. Alles andere, was von den Menschen im allgemeinen hochgeschätzt werde, z. B. Leben, Gesundheit, Ehre, Besitz, oder was sie zu vermeiden suchen, z. B. Krankheit, Tod, Armut, Knechtschaft, sei weder gut noch schlecht, sondern gleichgültig (Adiaphora).

Aufgabe des Menschen sei ein fortwährender Kampf gegen die Affekte. Sie gaukelten uns Gleichgültiges und Schlechtes als wertvoll vor. Das Ziel solle ihre völlige Überwindung sein. Der Stoizismus forderte allen Ereignissen, sowohl den (nach Meinung der Nichtstoiker) negativen wie positiven, mit Leidenschaftslosigkeit zu begegnen (apatheia). Wer dies erreicht habe, der sei wahrhaft weise. Alle anderen Menschen sind mehr oder weniger dumm.

Bis hierhin ist es die kynische Ethik. Unter dem römischen Einfluss kommen aber nun zwei wichtige Dinge hinzu:

Die Lehre, dass alles Äußere gleichgültig sei, wird eingeschränkt, so dass z. B. Ehe, Familie und Staat, aber auch Wissenschaft, eine gewisse Rechtfertigung erhalten.

Während die Kyniker letztlich Egoisten waren, forderten die Stoiker eine allgemeine Gerechtigkeit und Menschenliebe, wie sie bis dahin die Antike nicht gekannt hatte. Die Stoiker waren die ersten, die im Altertum einen umfassenden Humanitätsgedanken und Kosmopolitismus vertreten haben.
Der Stoizismus war die führende philosophische Richtung im Römischen Reich. Die Geisteshaltung der führenden Römer und der Stoizismus flossen so zusammen, dass es unmöglich ist zu sagen, was hier das Bedingende, was das Bedingte ist.

Fazit: Durch die Beteeligung am sozialen Leben vermeidet man es in das unvernünftige, durch triebgesteuerte Leben (siehe Epikureismus) unterzukommen.

Quelle: philolex.de


MfG DrLuaj
Zuletzt bearbeitet von DrLuaj am 20.06.2017 um 09:24 Uhr
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,,Sag nicht alles was du weißt, sondern wisse immer was du sagst\" - Matthias Claudius
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