1.Semester: Wirtschaftsräumliche Strukturen und Prozesse in Deutschland
natürliche Geofaktoren:
- Boden
- Relief(Oberflächenform/Geomorphologie)
- Klima
- Vegetation / Tiere
- Wasser
- Geologie (Rohstoffe/Gestein)
Bevölkerungsverteilung:
- hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
- von der Oberflächengliederung, den Küstenformen, der Höhenlage, der Waldverteilung und der Bodenfruchtbarkeit ( ’ geomorphologisch-pedologische Parameter)
- von Temperatur- und Niederschlagsverteilung (klimatische Parameter)
- von der Zugänglichkeit, d.h. Den Verkehrsverhältnissen und der Verkehrslage (verkehrliche Parameter)
- von der Ressourcenverfügbarkeit (wirtschaftliche Parameter)
- von der politischen Situation eines Landes (politische Parameter)
- Bevölkerungsdichte = Verteilung der Bev. auf einen Raum in [Ew./km2]
’ Wert hat geringe Aussagekraft, Wert weicht oft regional stark vom Durchschnittswert ab
- man unterscheidet zwischen drei Raumkategorien:
1. Agglomerationsräumen :
- hat gegenüber Umland hoch verdichtete Besiedlung
- Wohn- & Wirtschaftsgebäude, Einwohner, Arbeitsplätze(sek. Und ter. Sektoren) und technische Infrastruktur
- Raum geht über Verwaltungsgrenze der Stadt hinaus, kann sich auch über mehrere Städte erstrecken (z.B. Ruhrgebiet)
2. verstädterte Räume:
- geringere Bevölkerungsdichte als Agglomerationsräume
- können als Zentren in ländlichen Räumen oder eine verdichtete Zone im Randbereich einer Agglomeration bilden
3. ländliche Räume :
- weniger dicht bevölkert
- dörfliche Siedlungsformen
- Bewohner arbeiten überwiegend im primären Sektor
- Raum erfüllt Aufgabe der Agrarproduktion, der Raumreserve, der Erholungs- und Freizeitfunktion
- ökologischer Ausgleichsraum für Agglomerationen
- nicht „stadtlos“ ’ Bevölkerungskonzentrationspunkte mit einem großen Versorgungsangebot (z.B. Einkauf, Arbeitsplätze, Bildungsangebot etc.)
- klare Trennung zw. Stadt und Land heute kaum noch möglich
- Nebeneinander verschiedener Lebens- und Wirtschaftsweisen ist heute verwischt
- städtische Wohn-, Wirtschafts- und Lebensformen haben durch Ausweitung der Städte ihre administrativen Grenzen auf den ländlichen Raum ausgedehnt
- enge Verzahnung von Stadt und Land ’ von Stadt-Land-Grenze zu Stadt-Land-Kontinuum
Landwirtschaftliche Gunst- und Ungunsträume:
1. Klima:
- wichtigste naturräumliche Standortfaktor der Agrarproduktion
- klimatische Bedingungen keineswegs homogen
- wichtig ist die Länge der thermischen und hygrischen Vegetationszeit
- Wachstumszeit unterschiedlich ( Mittelgebirge = 160 Tage, Oberrheingraben 240 Tage)
- Menge der jährlichen Niederschläge nimmt von Südwest nach Nordost ab
- trotz Trockengebieten (z.B. Posener Land) reicht das Wasserangebot in DE i.d.R. Für den Anbau der meisten Kulturpflanzen
- Bewässerung bei niederschlagsarmen Perioden
- wichtiger als Klima ist die Witterung
- Witterung in DE von großer Unbeständigkeit geprägt
- Niederschlag und Temperatur wechseln nicht nur von Region zu Region, sondern sind auch erheblichen Jahresschwankungen ausgesetzt
2. Böden:
- Vielzahl von Bodentypen in DE
- in den Börden ’ ausgezeichnete und sehr ertragreiche Böden ’ auf der Grundlage von Löß Schwarzerdeböden oder schwarzerdeähnlichen Böden gebildet haben
- Moränengebiete und Geestrücken ’ mittlere bis schlechte Böden
- aus sandig-tonigem Untergrund entstanden podsolartige Böden (’Anbau von anspruchslose Kulturpflanzen)
- kalkhaltiges Ausgangsgestein bildet Voraussetzung für Redzinen ’ schwer zu bearbeiten, weisen aber mittlere Bodenqualität auf
3. Relief:
- kleingekammertes Relief und vielgestaltige geologische Struktur
- Kriterien zur Zuordnung: Hangneigung, Höhenunterschiede,Unterscheidung in offene bzw. geschützte Lage und die Exposition zu Sonne, Wind und Niederschlag
- Relief wirkt heute oft als begrenzender Faktor (z.B. beim Maschieneneinsatz)
Bodengüter als Gunstfaktoren:
- etwa 1/5 der deutschen Bodenfläche ist agrares Gunstgebiet
- landwirtschaftliche Böden sind hinsichtlich ihrer Produktivität eingeschätzt und nach Ackerzahlen auf einer Skala von 0-100 bewertet worden (Ertragsmesszahl = EMZ)
- Schwarzerdeböden der Magdeburger und Hildesheimer Börde haben EMZ 100
- als gut gelten Böden mit einer EMZ über 64
- als mittelmäßig von 33 bis unter 64
- als schlecht, die Standorte mit weniger als 33
- Bauern erzielen Flächenerträge, die zu den höchsten der Erde zählen
- natürliches Standortpotenzial wird einer maximalen Ausnutzung unterzogen
Sektoren lösen sich gegenseitig ab:
- primär º sekundär ’ Industrialisierung (Dampfmaschine), Technisierung,
mehr Produktion ’ mehr Arbeitsplätze
- sekundär º tertiär ’ technischer Fortschritt durch Computer ( ca. 10:1)
’ andere Bereiche können entstehen
steigende Nachfrage nach Dienstleistung:
- technische Fortschritt (Beratung (Consulting), Schulungen)
- höheres verfügbares Einkommen
- mehr Freizeit
technische Innovation
“
höhere Arbeitsproduktivität
“
Freisetzung von Arbeitskräften
“
teilweise Übernahme in Dienstleistungssektor
“
steigende Nachfrage nach Dienstleistungen
’ ökonomischer Strukturwandel
räumliche Disparitäten:
- DE = hochindustrialisierter, föderalistischer Wohlfahrtsstaat
- Lebensstandard, -qualität und -chancen jedoch von Region zu Region verschieden
Ursache für die räumliche Entwicklung der Bevölkerungsverteilung:
’ Industrialisierungsprozess (räumliche Konzentration der Industrie)
- Verstädterung
- Landflucht
- Bevölkerungsanstieg (Geburtenrate)
’ zunehmende Mobilität der Bevölkerung
’ West-Ost-Dichteband war vom 2. WK bis zur Wiedervereinigung durch Grenze
zerschnitten
’ 2 Weltkriege
’ Zuwanderungsprozesse (nach dem 2. WK ’ Flüchtlinge/Vertriebene;
heute ’ Migranten)
’ Wiedervereinigung
Gründe für räumliche Disparitäten:
- Geofaktoren (’ natürliche Ausstattung)
- Humanfaktoren (’ infrastrukturelle und zentralörtliche Ausstattung)
- Verkehrs- & Lagegunst
’ räumliche Disparitäten werden anhand von ökonomischen Kriterien/
Messzahlen angezeigt
Geofaktoren ’ geringe Bedeutung
Humanfaktoren ’ höhere Bedeutung
Beispiele: BIP, BNE(BSP), Pro-Kopf-Einkommen, Arbeitslosenquote, Exportquote
wirtschaftsstarke Räume und wirtschaftsschwache Räume in DE:
wirtschaftsstarke Räume wirtschaftsschwache Räume
- hohe Beschäftigungs- und Innovationsdynamik - Abwanderung, Arbeitslosigkeit & häufig eine territoriale Randlage
- Wachstumsdeterminanten, wie Arbeit, Kapital, Boden, technisches Wissen - vergleichsweise geringer Anteil des sekundären Sektors
- hohe Lebensqualität und hoher Freizeitwert - demographische Entwicklung
- Innovationen & technischer Fortschritt ’ Wettbewerbsfähigkeit - Bildung
- stärke: Medien, Versicherungen & Finanzen, sowie IT-Branche - ländliche Räume & landwirtschaftlich geprägte Räume
- endogene Raumentwicklung & Clusterbildung - Wissen & know-how (’ wichtiger für Wirtschaft)
- Standortnähe - Motorisierungsgrad je Haushalt
- Reduzierung der Arbeitsplätze für höhere Produktivität - Wegfall von Subventionen ’ Rückgang des verarbeitenden Gewerbes
- guter Mix aus traditionellen & modernen Industrie- & Dienstleistungsbranchen in verschiedenen Größen
- gut ausgebildete Fachkräfte
- enge Zusammenarbeit von Industrie, Handwerk, Forschung und Entwicklung
- Messen (z.B. internationale Messestandorte)
Definition Standortfaktoren:
Standortfaktoren sind die für eine Standortwahl maßgeblichen Einflussgrößen, die sich aus den örtlichen gegebenen Sachverhalten & Bedingungen ergeben.
Strukturwandel in einem altindustrialisierten Raum – Fallbeispiel Ruhrgebiet:
- räumliche Veränderungen:
- „auf der Kohle“ : 1790/1800 ’ Standorterrichtung am Transportminimalpunkt, also am Ort der Kohle
- „auf dem Erz“: 1800 ’ Verlagerung der Standorte, da das Erz die Kohle anzog, weniger Kohle wurde benötigt
- „Nasse Hütte“ :1960/70 ’ Verlagerung der Standorte an die Meeresküste oder an transportgünstigere Binnenwasserwege, billiger zu importieren
- alle drei Faktoren sind grundlegend, dass von 1790/1800 bis 1960/70 räumliche Verlagerungen vonstatten gingen
- Deindustrialisierung:
- 1958: Beginn des Strukturwandels
- ausgelöst durch Steinkohlekrise
- verstärkt durch Stahlkrise (Ende der 1960er Jahre)
- wichtige Gründe: Verlust der Bedeutung des Standortes „auf der Kohle“, Veränderung der Abnehmerstruktur, die Konkurrenz des Erdöls und weltweite Überkapazitäten
- Reindustrialisierung:
- Krise des Raumes hatte schwerwiegende Folgen, wie das Entstehen von Industriebranchen, Arbeitsplatzverluste und eine massive Abwanderung
- Schwäche des Ruhrgebiets: einseitige Ausrichtung auf die Montanindustrie
- seit 1960: Weiterentwicklung der Folgeindustrien von Kohle und Stahl und Einbezug von ortsfremden Branchen (z.B. Elektroindustrie oder Fahrzeugbau)
- seit 1970: Umorientierung traditioneller Ruhrgebietsunternehmen ’ Wandel zu Technologiekonzernen
- 1980er Jahre: grundlegende Veränderung der Industriephysiognomie, hin zu Industrie- und Gewerbeparks mit starkem Branchenmix und überwiegend Klein- und Mittelbetrieben
- Tertiärisierung:
- Ausbau des tertiären Sektors
- seit 1978 entstanden rund 300.000 neue Stellen im Dienstleistungssektor
- die Tert. umfasst sehr verschiedene Bereiche: die Hochschulen, die Freizeit- und Museumslandschaft des Ruhrgebiets, den Handel, das Immobiliengewerbe bis hin zu den produktionsorientierten Dienstleistungen
- Perspektiven:
- trotz Fortschritte fällt Erfolgsbilanz der Maßnahmen zur Revitalisierung (wirtschaftl. Wiederbelebung) zu Beginn des 21. Jhs. ernüchternd aus
- Besatzwert (Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten je 1.000 Einwohner) lag deutlich zu tief; 250.000 Arbeitsplätze müssten geschaffen werden
- neun „Gewinnerbrachen“(tertiärer Sektor) schufen 56.000 neue Arbeitsplätze;
elf „Verliererbranchen“ verloren ca. 60.000 Arbeitsplätze
- Arbeitslosigkeit liegt immer noch über dem Landes- und Bundesdurchschnitt
- dennoch ist das Ruhrgebiet einer der Zukunftsräume Deutschlands und Europas
Krise der Montanindustrie
Kohlekrise: verstärkt Stahlkrise:
Ursachen:
- Produktion in DE wurde uninteressant und zu Kosten-/Zeitintensiv
- Import ist billiger
- Konkurrenz durch Erdöl und Erdgas
- weitere Konkurrenz durch Braunkohle & Kraftwerke ’ machen dt. Kohle uninteressant
- Standortverlagerung
- Verlust traditioneller Abnehmer
- Verfahren wurden effizienter, weniger Kohle für gleiche Energie
- Stahlkrise hat Kohlekrise verschlimmert Ursachen:
- Überproduktion
- Ölpreisschock, der enorme Steigerung der Energiekosten ’ Produktion wird teurer
- internationale Konkurrenz in Massenstahl
- Kommission (EGKS) legt Preise fest
- Materialkonkurrenz neue Materialien, wie Alu & Kunststoff
- Bedarfsrückgang im Inland (Werftindustrie, Baubranche)
Folgen:
- 1965: Einbruch der konjunktur
- Arbeitsplatzverlust
- positive Umstrukturierung auf
Kommunikations- & Umwelttechnik im
Vordergrund
- Abwanderung Auswirkungen:
- viele Hütten & Bergwerke geschlossen
- Arbeitsplatzverlust
- indirekt Betroffene (z.B. Maschinenbauer)
- steigende Soziallast
Gegenmaßnahmen
- Differenzierung der Industrie
- Umorientierung traditioneller Unternehmen in Technik
- Konzentration auf zukunftsorientierte Unternehmen
- Ausbau von Bildungsinstituten
- Deindustrialisierung (Abbau der alten Industrie)
- Reindustrialisierung ( Umorientierung der Produktion auf alten Hüttengeländen (z.B. Mannesmann ’ Vodafone))
- Tertiärisierung (Aufbau von Dienstleistungen)
- neue Organisationsformen der Wirtschaft:
- Cluster: Kooperation versch. Unternehmen einer Branche, verbesserte Arbeitsteilung, z.T. Auch Konkurrenten im Wettbewerb
- Spin-off-Betrieb
- virtuelle Unternehmen: projektorientierte Arbeit
- Vorteile/Gründe für Industrie- und Gewerbeparks:
- intensiver Wettbewerb untereinander
- räumliche nähe zu Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zueinander führt zu Clusterbildungen
- daraus resultiert eine Kombination aus wissenschaftl., technischer und wirtschaftl. Kompetenz ’ intensiver & oft informeller Informationsaustausch
- enge Zusammenarbeit der Firmen
- verbesserte Arbeitsteilung / Spezialisierung
- Kostenvorteile durch Zusammenarbeit
- höhere Produktivität durch Arbeitsteilung
- Betriebe können flexibler auf Marktveränderungen reagieren
- Branchenmix erzeugt ggf. besseres Image für die Region
- räumliche Spuren der Tertiärisierung:
- 70% des Ruhrgebiets sind heute Grünflächen
- Wasserqualität hat sich verbessert
- Industriekultur hat Museumscharakter
- Flächenumnutzung
- Bildungseinrichtungen gegründet (FH, Uni)
- Sport & Freizeiteinrichtungen (Moviepark Bottrop oder Snowdome)
- Messen
- Centro in Oberhausen
- Seniorenheime, Pflegedienste
- Dienstleistungen auf ehemaligen Fabrikgelände
- Multifunktionsarena (Arena auf Schalke)
’ klarer Wandel von harten zu weichen Standortfaktoren
verschiedene Ballungsräume:
- Zentralraum
Vorzüge Probleme
- kurze Wege zu Dienstleistungen und
Arbeitsplätzen - geringere Lebensqualität durch
Platzmangel
- gute Ausgangsbedingungen für
wirtschaftliche Einrichtungen - größere Verkehrsdynamik
- guter Zugang zu
Versorgungseinrichtungen - weniger Flächenverfügbarkeit
- größeres Arbeitsplatzangebot - Umweltbelastungen
- bessere Infrastruktur
- Zwischenraum
Vorzüge Probleme
- sehr stadtnah ’ gute Anbindung an Zentralräume - geringere Wirtschaft
- bessere Wohnbedingungen - kleineres Freizeitangebot
- billigere Grundstückpreise - wenige, weiterbildende Schulen
- stark frequenzierte Verkehrsachsen
- Peripherraum
Vorzüge Probleme
- viele freie, nutzbare Flächen - wenig Infrastruktur
- begehrter Wohnsitz - hohe Arbeitslosigkeit
- attraktive Landschaft - mangelndes Dienstleistungsgewerbe
- günstige Grundstückpreise - wirtschaftsschwach
- Abwanderung junger Gebildeter
- Versorgungsprobleme
Ballungsräume in DE sind:
- Kiel, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und im Süden München
- Ost-West-Achse / Gefälle
- Rheinachse
- Hauptagglomerationsgebiete wie Emsland/Ostfriesland benötigen Unterstützung
sozial
ökonomisch ökologisch
’ Nachhaltigkeit ( sustainable development)
Typisierung ländlicher Räume:
- Räume in günstiger Lage zu den Verdichtungsgebieten und Zentren, sowie zu den überregionalen und großräumigen Verkehrsachsen
- Attraktive Räume für den überregionalen Fremdenverkehr
- Räume mit relativ günstigen Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft
- gering verdichtete Räume mit industriellen Wachstumstendenzen
- Strukturschwache periphere ländliche Räume
Faktoren für Strukturwandel in der Landwirtschaft:
’ Landwirtschaft wurde industrialisiert (produktivistisch)
’ wenige große Betriebe (Folge: Betriebsschließungen, durch:
- Mechanisierung
- Spezialisierung
- Intensivierung (Kraftfutter, chemische Schädlingsbekämpfung,...)
Funktionswandel des ländlichen Raums:
’ ländlicher Raum war ursprünglich geprägt durch Landwirtschaft
(Ernährungssicherung)
“
Strukturwandel der Landwirtschaft
“
volkswirtschaftlich geringe Bedeutung(siehe BIP und Beschäftigte)
“
Funktionswandel des ländlichen Raums
Multifunktionalität des ländlichen Raums:
- agrarischer Produktionsraum
- Wohngebiete ( ’ Pendler)
- Erholungs- & Freizeitraum
- ökologischer Ausgleichsraum (z.B. Autobahn wird durch Landschaft gebaut, dann muss wo anders ein Raum geschaffen werden, damit der Ausgleich gewährleistet ist)
- Energieerzeugung
- Kultur- / Landschaftspflege
“
damit ist der Stellenwert des ländlichen Raums
höher als die ökonomische Bedeutung
“
gesellschaftliche Funktion
Merkmale der Stadtentwicklung in Mitteleuropa:
- früheste Stadtentstehungsschicht ’ Römerstädte
- Siedlungen zur Sicherung und Verwaltung des Reiches entwickelten sich zu Städten (in DE: Trier, Köln, Main, Koblenz)
- 8. bis 11. Jhr. entstanden Wik- und Marktorte ’ lehnten sich i.d.R. An ein geistliches oder weltliches Zentrum an
- zentrale Merkmale hierbei meist Kirchen oder Paläste
- 12./13. Jhr. ’ Gründung des Hochadels
- Grenz- und Flussübergangssicherung durch Burgen und neue Siedlungen (Kaiser & Territorialherren) ’ später bedeutende Städte
- 14./15. Jhr. ’ selbe Motive ’ Spätgründung des niedrigen Adels
- beherrschende Elemente der Stadtgestalt wurden seit dem Hochmittelalter der Marktplatz in ganz zentraler Lage und die Stadtmauer
- 16./17. Jhr. ’ Planstädte des Absolutismus ’ stellen Eigenheit Europas dar
- deutsche Territorialherren ließen entweder bestehende Städte zu prunkvollen Residenzen ausbauen( z.B. Dresden, Potsdam) oder es entstanden Neugründungen auf dem Reißbrett (z.B. Karlsruhe, Mannheim, Ludwigslust)
- wesentliche Merkmale dieses Stadttyps:
- geometrische Ausrichtung aller Verkehrsachsen auf das zentrale Schloss
- entsprechend gestaltete Park- & Gartenanlagen
- ggf. Vaubansche Befestigungswerke (benannt nach dem Festungsbaumeister König Ludwigs XIV.)
- 19. Jhr. und erste Hälfte des 20. Jhr. ’ Verwaltungsneustädte ’ zunehmend komplexe Industriegesellschaft ’ Aufbau einer modernen, mehrstufigen Bürokratie notwendig ’ Reihe von Orten erfahren Aufschwung durch Übernahme von Verwaltungsfunktionen
- Grundlage für diesen Stadttyp: (z.B. Oberhausen, Leverkusen, Wolfsburg,...)
- in erster Linie Montanindustrie
- chemische Industrie
- später Automobilbau
- Wohnblöcke
- rastaförmiges Straßennetz
- starkes Bevölkerungswachstum
- Mitte des 20. Jhr. ’ Neuenstädte ( London = „New Towns“)
- wichtige Zielsetzung:
- Entlastung von Verdichtungsräumen
- Entwicklungsförderung strukturschwacher Regionen
- Grund für rasches Wachstum und die Veränderung der Gestalt der Städte:
- neue Produktionsweisen
- zunehmende Mobilität
- Weiterentwicklung der Verkehrstechnologien
- Shopping und Freizeitzentren werden eröffnet
- „Multifunktionshallen“ am Stadtrand
funktionale Gliederung in städtischen Räumen:
- „funktionale Stadtgliederung“ = Gliederung einer Stadt in Teilräume, die sich in der jeweiligen Nutzung oder Funktion unterscheiden
Kreismodell:
- geht davon aus, dass sich das Wachstum einer Stadt zentrifugal von einem (historischen) Ortskern aus vollzieht
- Anordnung von Nutzungen, Funktionen & Bevölkerungsgruppen in konzentrischen Zonen um den Kern herum
- Vorbringung gegen das Modell:
- derart homogene und symmetrische Zonen treten in der Realität kaum auf
- nicht Luftliniendistanz zum Zentrum ist für das Wachstum einer Stadt entscheidend
- entscheidend ist der Zeit-Kosten-Aufwand, also die Erreichbarkeit
- beste Gewährleistung entlang von Ausfallstraßen oder Eisenbahnlinien
Sektoren-Modell:
- basiert auf der Beobachtung, dass sich Wohngebiete sektoral ausbilden
- Sektoren vergrößern sich mit dem Städtewachstum
- Entwicklung vollzieht sich entlang radialer Verkehrslinien
Mehr-Kerne-Modell:
- beim Wachstum einer Stadt kommt es zwangsläufig zur Ausbildung mehrerer Geschäftszentren
- um diesen „Kern“ herum konzentrieren sich (je nach Größe der Stadt) Bereiche mit speziellen Funktionen
- in der Realität:
- Überlagerung aller drei Modelle
’ wirtschaftliche Situation
’ ökonomischen oder ethischen Status von Bevölkerungsgruppen
Stadträume:
1. Zentren:
- wirtschaftliche Funktion & kulturelle, sowie touristische Angebote tragen
zum Image der Stadt bei
- Orte der Kommunikation und Identifikation
- besondere Bedeutung liegt auf der „City“ mit dem Hauptgeschäftszentrum
’ Versorgung der Umlandsbewohner von hieraus ’ Güte & Dienstleistungen
- gemeinsamen Merkmalen der früheren klassischen Zentren mit deren Neben-
& Standortgemeinschaften mit zentralörtlichen Funktionen ’ periphere
verkehrsgünstige Lage am Standort oder im suburbanen Raum
- Sprktrum an neuen Zentrentypen :
- „Shoppingcenter“
- Fachmarktzentren
- freizeit- & erlebnisorientierte „Urban
Entertainment Center“
2. Wohngebiete
- geringe Wohnnutzung in den Zentren, in der Umgebung hohe Wohndichte
- Wohngebiete lagern sich in Abhängigkeit von Bodenpreisen, Miethöhe und
Umweltqualität an
- Wohngebiete liegen in deutlicher entfernung zu den Zentren
- Grund- und Aufriss, Architektur und der Zustand der Wohngebiete sind das
Ergebnis von historischen Ereignissen & Prozessen, von Maßnahmen der
jeweiligen Kommunen & privaten Investitionen
3. Industrie- bzw. Gewerbegebiete
- bildet in den meisten Städten noch immer eine ökonomische Grundlage
- ohne diese könnten viele Dienstleistungen nicht existieren
- teilweise gehen von den Gebieten erhebliche Gefahren (für die Umwelt)
durch Emissionen oder Kontaminierungen der Böden aus
- stadtplanerische Sicht von Bedeutung:
- durch die Aufgabe gewerblicher Nutzung entstanden
- stehen als Reserveflächen für neue Nutzungen oder als ökologische Ausgleichsflächen zur Verfügung
4. Grün- und Freiflächen
- erfüllen wesentliche Funktion als Naherholungsgebiete mit entsprechenden
Freizeitangeboten (Parkanlagen,Spiel- und Sportplätze)
- oder als ökologische Ausgleichsräume (z.B. klimaökologisch wichtige
Grünflächen als Kaltluftschneisen)
Entwicklungsphasen:
Phase Erklärung
Reurbanisierung (jüngere Entwicklungsphase
zeitliche Einordnung:
’Beginn des 21.Jhr.) Zunahme des Kernstadtanteils von Bevölkerung und Beschäftigung bei entsprechender Abnahme oder Stagnation im Umland
Desurbanisierung (Counterurbanisation)
’ für Deutschland nicht relevant - Einsatz von Dezentralisierung von Arbeits- und Wohnplätzen
- Straßennetz gewinnt an Bedeutung für Fabriken ’ Folge ’ Verlagerung der Produktionsstädte in Peripherie
- durch Auslagerung verarmt das Umland
- Bevölkerung erlangt durch die Verbreitung des Autos einen starken Mobilitätsgewinn
Suburbanisierung
(zeitliche Einordnung:
’ Beginn nach Wirtschaftswunder 1960er -1970er bis teilweise heute) - Verschiebung des Wachstumsschwerpunktes aus dem Kernbereich einer Stadt in das städtische Umland bzw. den suburbanen Raum
- verschmelzen Stadt & Umland
Urbanisierung
(zeitliche Einordnung:
’ zur Zeit der Industrialisierung bis ca. zur Jahrhundertwende) - Prozess der Ausbreitung und Diffusion städtischer Lebens- & Verhaltensweisen (Stadt). Wie z.B. Haushaltsstrukturen, Konsummuster, berufliche Differenzierung, Wertvorstellungen der Stadtbewohner und die daraus resultierenden Raumstrukturen
Probleme der Suburbanisierung:
’ Teilprozesse der Suburbanisierung
Bevölkerungssuburbanisierung:
- Zu- & Rückwanderung von Flüchtlingen ’ Wiederaufbau, Segregation, innerstädtische Verkehrskonzepte
- Kernstadt & Umland verhältnismäßig klein
- Automobilisierung setzt ein
- Informations- & Kommunikationstechnologien werden entwickelt
’ Faktoren:
- mehr Geld
- Mobilisierung
- bessere Lebensqualität
- Wohnen im Grünen
- Anstieg des Lebensstandards
Industriesuburbanisierung:
- Rückwanderung (z.B. „Gentrifier“)
- Deindustrialisierung, Segregation, Stadtsanierung, Gentrifizierung
’ Industriesuburbanisierung ’ Suburbanisierung des Einzelhandels ’ Suburbanisierung von Bürodienstleistungen („back offices“)
- Verlagerung an Stadtrand
- Kernstadt vergrößert sich
- Umland dehnt sich aus
- Automobilisierung weiter fortgeschritten
- Informations- & Kommunikationstechnologien entwickeln sich weiter
- gesellschaftlicher Wandel setzt ein
’ Faktoren:
- Veränderte Flächenansprüche
- Fließbandproduktion
- gute Verkehrsbindung an Verkehrsknoten
Dienstleistungssuburbanisierung:
- Counterurbanization
- Zuwanderung (Asylanten, Aussiedler)
- Rückwanderung (z.B. „Gentrifier“)
- Verlagerung von industrieller Produktion & Dienstleistungsroutinen in Länder mit geringer Regulationsdichte
- Deindustrialisierung, Tertiärisierung, (Flächenrecycling), Festivalisierung, soziale Polarisierung, Cityaufwertung, Erosion der Nebenzentren
- Kernstadt vergrößert sich noch mehr
- Umland wächst mit
- Automobilisierung stark ausgeprägt mit steigender Tendenz
- Informations- & Kommunikationstechnologien sehr weit entwickelt
- gesellschaftlicher Wandel steigt
Probleme/ Folgen der Suburbanisierung:
- Städte wachsen in Umland; ländlich geprägter Raum wird verstädtert (’ Zersiedelung der Landschaft)
- Trennung von Wohnung und Arbeitsplatz führt zu erhöhtem Pendlerverkehr
- zentrale Dienstleistungen (Krankenhaus, Fachgeschäfte, Verwaltung) werden auch von Umlandbewohnern genutzt ’ Verkehrsaufkommen für schlechte Unternehmensaufkommen (Umweltbelastung...)
- Bedeutungsverlust der Kernstadt gegenüber Umland (’ eventuell Cityverödung)
- Verlust von Steuereinnahmen der Städte (Steuerort = Wohnort) ’ erhöhte Ausgaben für Kernstädte für Ausbau/Instandhaltung der Infrastruktur
soziale Polarisierung in Großstädten:
Segregation:
- Absonderung & Entmischung von Bevölkerung
- Viertelbildung (Ballung von Bevölkerungsgruppen)
- soziale Segregation wird auch als Armutssegregation bezeichnet ’ überwiegend einkommensschwache Bevölkerungsschichten (wird am Familieneinkommen gemessen)
- demographische Segregation = Entmischung nach Altersklassen & Haushaltstypen (Familien mit Kindern sind hier wenig vertreten)
- ethnische Segregation = Ansiedlung von Migranten an Industrieanlagen & bei Landsmännern
- Abwertung eines Wohnviertels bei nicht Interesse an Renovierungsarbeiten oder Geldmangel ’ Vertreibung der sozial Schwächeren durch investierte Sanierung
Gentrifizierung:
- zahlungskräftige Bevölkerung investiert in Aufwertung heruntergekommener Gebiete & verdrängen die dort ansässigen Menschen
- vorwiegend innenstadtnahe Wohngebiete mit architektonisch anspruchsvollen Altbauten mit niedrigen Boden- & Mietpreisen
- meist junge Menschen mit geringem Einkommen, aber hoher Schulbildung (Studenten, Künstler … ) ’ Pioniere
- neue Geschäfte, Dienstleistungs- & gastronomische Betriebe
- „Szeneviertel“; gilt als Geheimtipp
- Immobiliengesellschaften kaufen Häuser, Modernisieren & bieten die Wohnungen teuer an
- Gentrifier (vornehme Bürger) folgen
- verdrängen unterer Schichten
- sind die „Gewinner“( wohnen günstig, trotz hohem Einkommen)
- durch Modernisierungen & Erhaltungen wird bewirkt, dass zahlungskräftige Bevölkerung aus dem Umland zuwandert
- Wohnungen werden weiter modernisiert
- Klientel: Pädagogen, Schauspieler, Yuppies
Probleme der Segregation:
- Diskriminierung
- fragwürdige Imageaufbesserung durch Stadtviertel
- Wohnungsleerstände
- Abwertung einzelner Stadtgebiete
- kaum Renovierungsarbeiten
- durch Wegziehen & Zuzug entstehende Gruppenbildung
- Ausgrenzung
- fehlende Integration
- Ghettobildung
- kein interkultureller Austausch
- geringe Steuerkraft
- ausbleibende Ansiedlung von Unternehmen (unattraktiv)
- (Ausländerspezifische Bereiche: z.B. Dönerladen,..)
- tragfähige, spezifische Wirtschaftsnetzwerke von Migranten (Einzelhandel, Gastronomie, Dolmetscher)
- ggf. erhöhte Kriminalität
Probleme der Gentrifizierung:
- nur Wohnungen für zahlungskräftige Bevölkerungsgruppen durch:
- höhere Mieten
- Umwandlung von Miet- zu Eigentumswohnungen z.B. Harz IV-Empfänger können sich keine Wohnung leisten
- Verdrängung der alteingesessenen Bevölkerung und der Pioniere
- preiswerter Wohnraum wird dem Immobilienmarkt entzogen
’ Verdrängte müssen sich neue Wohnungen suchen (soziale Spaltung)
Grundlagen der Globalisierung:
Definition:
- weltweit ablaufender Prozess
- zeichnet sich nicht nur durch ökonomische Faktoren, sondern auch durch Kommunikations-, Gesellschafts- und Umweltdimension aus
- von Menschenhand geschaffen
- Verflechtung der Märkte und Strukturen
- Protektionismus (Schutz des eigenen Handels durch Zölle (z.B. brasilianischer Zucker)
- „Global Players“
ökonomische Globalisierung:
- neu durch Globalisierung ’ Dynamik, Identität und Reichweite
’ in welcher die grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Aktivitäten ablaufen
- treibende Kraft: Kapitalismus
- Ausbreitung des marktwirtschaftlichen Kapitalismus auf so gut wie jedes Land der Erde
- ökonomische Globalisierung findet auf mehreren Ebenen & Märkten statt
1. Gütermärkte
- Expansion des Welthandels (2006 26x so groß wie 1950)
- internationale Arbeitsteilung
- Handel
- „Schrittmacherrolle“, die dem Handel zukommt
2. Produktionssektor
- ausländische Direktinvestitionen ADI's ’ entscheidender Motor für Globalisierung
- eigenständiger Faktor der internationalen Arbeitsteilung
- andere Länder bieten Kostenvorteile
- Absatz und Produktion werden globalisiert
- global surcing = Nutzen von globalen Quellen, billige Arbeitskräfte im Ausland, know-how in Deutschland
3. Finanzmärkte
- weltweit Verflechtungen im Finanzbereich
- Liberalisierung des Kapitalverkehrs
- Fortschritte in der modernen Kommunikationstechnologie
- ermöglicht dem Unternehmer/Privatanleger, sein Vermögen dort zu platzieren, wo es die höchsten Erträge bringt
- gigantische summen können ohne Zeitverzögerung & Transaktionskosten um den Globus geschickt werden
- Handlung in Echtzeit
Ursachen der Globalisierung:
ökonomische Ursachen:
- außenwirtschaftliche Liberalisierung
- Deregulierung der Volkswirtschaften (Post, Bahn)
- Markt wird sich selbst überlassen,weniger Gesetze (Kündigungsschutz wird gelockert)
- weniger Vorschriften
verkehrstechnische Ursachen:
- Kostensenkung
- Warentransporte innerhalb weniger Stunden möglich
- Containerschiffe
- Fortschritt in der Telekommunikation & Nachrichtenübermittlung
- dichtes Kommunikationsnetz über der ganzen Welt
- Senkung von Transaktionskosten
- Beschleunigung von Entwicklungs- & Produktionsprozessen
- face to face Kontakte immernoch wichtig ’ Vertrauensbasis
politische Ursachen:
- Umorientierung
- Handelsbareierren wurden abgebaut
Exportnation Deutschland:
- DE hat direkte Grenzen zu zehn Staaten, also potenziellen Handelspartnern ’ Zeitalter der Globalisierung geht der Großteil der Exporte jedoch nicht mehr an Nachbarstaaten
- Mitgliedschaft in der Europäischen Union wichtig für Außenhandel
’ zahlreiche zuvor bestehende Handelshemmnisse wurden abgebaut
- beim deutsche Export dominieren Automobilbau, Maschinenbau und Chemieindustrie
- jeder vierte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab
- Nachfrage im Exportland wird erhöht, damit wird der eigene Absatz gesteigert und die Produktion erweitert
- Direktinvestitionen multinationaler Unternehmen in Produktionsstätten im Ausland haben Zuwachsrate im Welthandel erzielt
- m deutschen Stammsitz finden Forschung und Spezialfertigungen statt
- Deutschlands Titel als Weltmeister beim Export von Waren wurde an China übergeben
Deutsche Unternehmen als Global Players
- eine führende Exportnation ist immer auch ein Global Player, weil der Export in der Regel nicht auf wenige Produkte begrenzt ist
- Global Players = multinationale und transnationale Konzerne, die mit Direktinvestitionen weltweit agieren
- sie erschließen und sichern neue Märkte
- nutzen günstigere Produktionsbedingungen im Ausland
- Aktivität erfolgt oft im Zielland der Direktinvestitionen als Joint Ventures
- ausländische Partner bietet Kapital und Know-how
- inländischer Partner stellt Kontakte, den Markt und Arbeitskräfte
- Kernkompetenzen, wie Forschung, Entwicklung, Vermarktung, Werbung und Design verbleiben am Hauptsitz des Konzerns
- Hauptmotiv ist das Erschließen von neuen Märkten, aber auch die Wettbewerbssituation und der Wunsch des Kunden
- Ziel ist es jedoch immer den Umsatz zu erhöhen und die Kosten zu reduzieren
Push- und Pullfaktoren von Betriebsverlagerungen ins Ausland
Push-Faktoren Pull-Faktoren
Rohstoffe nicht verfügbar oder zu teuer Rohstoffe kostengünstig verfügbar
Strategische Überlegungen der Internationalisierung Hohe Marktpotenziale
Hohe Lohn(neben)kosten Großes Arbeitskräfteangebot zu günstigen Lohnkosten
Hohe Steuern und Abgaben Nähe zu wichtigen Forschungszentren
Hohe Umweltbelastungen u.a. rechtliche Beschränkungen Nähe zu Konkurrenten
Steuervorteile und Investitionsanreize
Politische Hemmnisse für Fertigwaren-Importe
Keine/wenig Umweltauflagen u.a. rechtliche Beschränkungen
natürliche Geofaktoren:
- Boden
- Relief(Oberflächenform/Geomorphologie)
- Klima
- Vegetation / Tiere
- Wasser
- Geologie (Rohstoffe/Gestein)
Bevölkerungsverteilung:
- hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
- von der Oberflächengliederung, den Küstenformen, der Höhenlage, der Waldverteilung und der Bodenfruchtbarkeit ( ’ geomorphologisch-pedologische Parameter)
- von Temperatur- und Niederschlagsverteilung (klimatische Parameter)
- von der Zugänglichkeit, d.h. Den Verkehrsverhältnissen und der Verkehrslage (verkehrliche Parameter)
- von der Ressourcenverfügbarkeit (wirtschaftliche Parameter)
- von der politischen Situation eines Landes (politische Parameter)
- Bevölkerungsdichte = Verteilung der Bev. auf einen Raum in [Ew./km2]
’ Wert hat geringe Aussagekraft, Wert weicht oft regional stark vom Durchschnittswert ab
- man unterscheidet zwischen drei Raumkategorien:
1. Agglomerationsräumen :
- hat gegenüber Umland hoch verdichtete Besiedlung
- Wohn- & Wirtschaftsgebäude, Einwohner, Arbeitsplätze(sek. Und ter. Sektoren) und technische Infrastruktur
- Raum geht über Verwaltungsgrenze der Stadt hinaus, kann sich auch über mehrere Städte erstrecken (z.B. Ruhrgebiet)
2. verstädterte Räume:
- geringere Bevölkerungsdichte als Agglomerationsräume
- können als Zentren in ländlichen Räumen oder eine verdichtete Zone im Randbereich einer Agglomeration bilden
3. ländliche Räume :
- weniger dicht bevölkert
- dörfliche Siedlungsformen
- Bewohner arbeiten überwiegend im primären Sektor
- Raum erfüllt Aufgabe der Agrarproduktion, der Raumreserve, der Erholungs- und Freizeitfunktion
- ökologischer Ausgleichsraum für Agglomerationen
- nicht „stadtlos“ ’ Bevölkerungskonzentrationspunkte mit einem großen Versorgungsangebot (z.B. Einkauf, Arbeitsplätze, Bildungsangebot etc.)
- klare Trennung zw. Stadt und Land heute kaum noch möglich
- Nebeneinander verschiedener Lebens- und Wirtschaftsweisen ist heute verwischt
- städtische Wohn-, Wirtschafts- und Lebensformen haben durch Ausweitung der Städte ihre administrativen Grenzen auf den ländlichen Raum ausgedehnt
- enge Verzahnung von Stadt und Land ’ von Stadt-Land-Grenze zu Stadt-Land-Kontinuum
Landwirtschaftliche Gunst- und Ungunsträume:
1. Klima:
- wichtigste naturräumliche Standortfaktor der Agrarproduktion
- klimatische Bedingungen keineswegs homogen
- wichtig ist die Länge der thermischen und hygrischen Vegetationszeit
- Wachstumszeit unterschiedlich ( Mittelgebirge = 160 Tage, Oberrheingraben 240 Tage)
- Menge der jährlichen Niederschläge nimmt von Südwest nach Nordost ab
- trotz Trockengebieten (z.B. Posener Land) reicht das Wasserangebot in DE i.d.R. Für den Anbau der meisten Kulturpflanzen
- Bewässerung bei niederschlagsarmen Perioden
- wichtiger als Klima ist die Witterung
- Witterung in DE von großer Unbeständigkeit geprägt
- Niederschlag und Temperatur wechseln nicht nur von Region zu Region, sondern sind auch erheblichen Jahresschwankungen ausgesetzt
2. Böden:
- Vielzahl von Bodentypen in DE
- in den Börden ’ ausgezeichnete und sehr ertragreiche Böden ’ auf der Grundlage von Löß Schwarzerdeböden oder schwarzerdeähnlichen Böden gebildet haben
- Moränengebiete und Geestrücken ’ mittlere bis schlechte Böden
- aus sandig-tonigem Untergrund entstanden podsolartige Böden (’Anbau von anspruchslose Kulturpflanzen)
- kalkhaltiges Ausgangsgestein bildet Voraussetzung für Redzinen ’ schwer zu bearbeiten, weisen aber mittlere Bodenqualität auf
3. Relief:
- kleingekammertes Relief und vielgestaltige geologische Struktur
- Kriterien zur Zuordnung: Hangneigung, Höhenunterschiede,Unterscheidung in offene bzw. geschützte Lage und die Exposition zu Sonne, Wind und Niederschlag
- Relief wirkt heute oft als begrenzender Faktor (z.B. beim Maschieneneinsatz)
Bodengüter als Gunstfaktoren:
- etwa 1/5 der deutschen Bodenfläche ist agrares Gunstgebiet
- landwirtschaftliche Böden sind hinsichtlich ihrer Produktivität eingeschätzt und nach Ackerzahlen auf einer Skala von 0-100 bewertet worden (Ertragsmesszahl = EMZ)
- Schwarzerdeböden der Magdeburger und Hildesheimer Börde haben EMZ 100
- als gut gelten Böden mit einer EMZ über 64
- als mittelmäßig von 33 bis unter 64
- als schlecht, die Standorte mit weniger als 33
- Bauern erzielen Flächenerträge, die zu den höchsten der Erde zählen
- natürliches Standortpotenzial wird einer maximalen Ausnutzung unterzogen
Sektoren lösen sich gegenseitig ab:
- primär º sekundär ’ Industrialisierung (Dampfmaschine), Technisierung,
mehr Produktion ’ mehr Arbeitsplätze
- sekundär º tertiär ’ technischer Fortschritt durch Computer ( ca. 10:1)
’ andere Bereiche können entstehen
steigende Nachfrage nach Dienstleistung:
- technische Fortschritt (Beratung (Consulting), Schulungen)
- höheres verfügbares Einkommen
- mehr Freizeit
technische Innovation
“
höhere Arbeitsproduktivität
“
Freisetzung von Arbeitskräften
“
teilweise Übernahme in Dienstleistungssektor
“
steigende Nachfrage nach Dienstleistungen
’ ökonomischer Strukturwandel
räumliche Disparitäten:
- DE = hochindustrialisierter, föderalistischer Wohlfahrtsstaat
- Lebensstandard, -qualität und -chancen jedoch von Region zu Region verschieden
Ursache für die räumliche Entwicklung der Bevölkerungsverteilung:
’ Industrialisierungsprozess (räumliche Konzentration der Industrie)
- Verstädterung
- Landflucht
- Bevölkerungsanstieg (Geburtenrate)
’ zunehmende Mobilität der Bevölkerung
’ West-Ost-Dichteband war vom 2. WK bis zur Wiedervereinigung durch Grenze
zerschnitten
’ 2 Weltkriege
’ Zuwanderungsprozesse (nach dem 2. WK ’ Flüchtlinge/Vertriebene;
heute ’ Migranten)
’ Wiedervereinigung
Gründe für räumliche Disparitäten:
- Geofaktoren (’ natürliche Ausstattung)
- Humanfaktoren (’ infrastrukturelle und zentralörtliche Ausstattung)
- Verkehrs- & Lagegunst
’ räumliche Disparitäten werden anhand von ökonomischen Kriterien/
Messzahlen angezeigt
Geofaktoren ’ geringe Bedeutung
Humanfaktoren ’ höhere Bedeutung
Beispiele: BIP, BNE(BSP), Pro-Kopf-Einkommen, Arbeitslosenquote, Exportquote
wirtschaftsstarke Räume und wirtschaftsschwache Räume in DE:
wirtschaftsstarke Räume wirtschaftsschwache Räume
- hohe Beschäftigungs- und Innovationsdynamik - Abwanderung, Arbeitslosigkeit & häufig eine territoriale Randlage
- Wachstumsdeterminanten, wie Arbeit, Kapital, Boden, technisches Wissen - vergleichsweise geringer Anteil des sekundären Sektors
- hohe Lebensqualität und hoher Freizeitwert - demographische Entwicklung
- Innovationen & technischer Fortschritt ’ Wettbewerbsfähigkeit - Bildung
- stärke: Medien, Versicherungen & Finanzen, sowie IT-Branche - ländliche Räume & landwirtschaftlich geprägte Räume
- endogene Raumentwicklung & Clusterbildung - Wissen & know-how (’ wichtiger für Wirtschaft)
- Standortnähe - Motorisierungsgrad je Haushalt
- Reduzierung der Arbeitsplätze für höhere Produktivität - Wegfall von Subventionen ’ Rückgang des verarbeitenden Gewerbes
- guter Mix aus traditionellen & modernen Industrie- & Dienstleistungsbranchen in verschiedenen Größen
- gut ausgebildete Fachkräfte
- enge Zusammenarbeit von Industrie, Handwerk, Forschung und Entwicklung
- Messen (z.B. internationale Messestandorte)
Definition Standortfaktoren:
Standortfaktoren sind die für eine Standortwahl maßgeblichen Einflussgrößen, die sich aus den örtlichen gegebenen Sachverhalten & Bedingungen ergeben.
Strukturwandel in einem altindustrialisierten Raum – Fallbeispiel Ruhrgebiet:
- räumliche Veränderungen:
- „auf der Kohle“ : 1790/1800 ’ Standorterrichtung am Transportminimalpunkt, also am Ort der Kohle
- „auf dem Erz“: 1800 ’ Verlagerung der Standorte, da das Erz die Kohle anzog, weniger Kohle wurde benötigt
- „Nasse Hütte“ :1960/70 ’ Verlagerung der Standorte an die Meeresküste oder an transportgünstigere Binnenwasserwege, billiger zu importieren
- alle drei Faktoren sind grundlegend, dass von 1790/1800 bis 1960/70 räumliche Verlagerungen vonstatten gingen
- Deindustrialisierung:
- 1958: Beginn des Strukturwandels
- ausgelöst durch Steinkohlekrise
- verstärkt durch Stahlkrise (Ende der 1960er Jahre)
- wichtige Gründe: Verlust der Bedeutung des Standortes „auf der Kohle“, Veränderung der Abnehmerstruktur, die Konkurrenz des Erdöls und weltweite Überkapazitäten
- Reindustrialisierung:
- Krise des Raumes hatte schwerwiegende Folgen, wie das Entstehen von Industriebranchen, Arbeitsplatzverluste und eine massive Abwanderung
- Schwäche des Ruhrgebiets: einseitige Ausrichtung auf die Montanindustrie
- seit 1960: Weiterentwicklung der Folgeindustrien von Kohle und Stahl und Einbezug von ortsfremden Branchen (z.B. Elektroindustrie oder Fahrzeugbau)
- seit 1970: Umorientierung traditioneller Ruhrgebietsunternehmen ’ Wandel zu Technologiekonzernen
- 1980er Jahre: grundlegende Veränderung der Industriephysiognomie, hin zu Industrie- und Gewerbeparks mit starkem Branchenmix und überwiegend Klein- und Mittelbetrieben
- Tertiärisierung:
- Ausbau des tertiären Sektors
- seit 1978 entstanden rund 300.000 neue Stellen im Dienstleistungssektor
- die Tert. umfasst sehr verschiedene Bereiche: die Hochschulen, die Freizeit- und Museumslandschaft des Ruhrgebiets, den Handel, das Immobiliengewerbe bis hin zu den produktionsorientierten Dienstleistungen
- Perspektiven:
- trotz Fortschritte fällt Erfolgsbilanz der Maßnahmen zur Revitalisierung (wirtschaftl. Wiederbelebung) zu Beginn des 21. Jhs. ernüchternd aus
- Besatzwert (Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten je 1.000 Einwohner) lag deutlich zu tief; 250.000 Arbeitsplätze müssten geschaffen werden
- neun „Gewinnerbrachen“(tertiärer Sektor) schufen 56.000 neue Arbeitsplätze;
elf „Verliererbranchen“ verloren ca. 60.000 Arbeitsplätze
- Arbeitslosigkeit liegt immer noch über dem Landes- und Bundesdurchschnitt
- dennoch ist das Ruhrgebiet einer der Zukunftsräume Deutschlands und Europas
Krise der Montanindustrie
Kohlekrise: verstärkt Stahlkrise:
Ursachen:
- Produktion in DE wurde uninteressant und zu Kosten-/Zeitintensiv
- Import ist billiger
- Konkurrenz durch Erdöl und Erdgas
- weitere Konkurrenz durch Braunkohle & Kraftwerke ’ machen dt. Kohle uninteressant
- Standortverlagerung
- Verlust traditioneller Abnehmer
- Verfahren wurden effizienter, weniger Kohle für gleiche Energie
- Stahlkrise hat Kohlekrise verschlimmert Ursachen:
- Überproduktion
- Ölpreisschock, der enorme Steigerung der Energiekosten ’ Produktion wird teurer
- internationale Konkurrenz in Massenstahl
- Kommission (EGKS) legt Preise fest
- Materialkonkurrenz neue Materialien, wie Alu & Kunststoff
- Bedarfsrückgang im Inland (Werftindustrie, Baubranche)
Folgen:
- 1965: Einbruch der konjunktur
- Arbeitsplatzverlust
- positive Umstrukturierung auf
Kommunikations- & Umwelttechnik im
Vordergrund
- Abwanderung Auswirkungen:
- viele Hütten & Bergwerke geschlossen
- Arbeitsplatzverlust
- indirekt Betroffene (z.B. Maschinenbauer)
- steigende Soziallast
Gegenmaßnahmen
- Differenzierung der Industrie
- Umorientierung traditioneller Unternehmen in Technik
- Konzentration auf zukunftsorientierte Unternehmen
- Ausbau von Bildungsinstituten
- Deindustrialisierung (Abbau der alten Industrie)
- Reindustrialisierung ( Umorientierung der Produktion auf alten Hüttengeländen (z.B. Mannesmann ’ Vodafone))
- Tertiärisierung (Aufbau von Dienstleistungen)
- neue Organisationsformen der Wirtschaft:
- Cluster: Kooperation versch. Unternehmen einer Branche, verbesserte Arbeitsteilung, z.T. Auch Konkurrenten im Wettbewerb
- Spin-off-Betrieb
- virtuelle Unternehmen: projektorientierte Arbeit
- Vorteile/Gründe für Industrie- und Gewerbeparks:
- intensiver Wettbewerb untereinander
- räumliche nähe zu Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zueinander führt zu Clusterbildungen
- daraus resultiert eine Kombination aus wissenschaftl., technischer und wirtschaftl. Kompetenz ’ intensiver & oft informeller Informationsaustausch
- enge Zusammenarbeit der Firmen
- verbesserte Arbeitsteilung / Spezialisierung
- Kostenvorteile durch Zusammenarbeit
- höhere Produktivität durch Arbeitsteilung
- Betriebe können flexibler auf Marktveränderungen reagieren
- Branchenmix erzeugt ggf. besseres Image für die Region
- räumliche Spuren der Tertiärisierung:
- 70% des Ruhrgebiets sind heute Grünflächen
- Wasserqualität hat sich verbessert
- Industriekultur hat Museumscharakter
- Flächenumnutzung
- Bildungseinrichtungen gegründet (FH, Uni)
- Sport & Freizeiteinrichtungen (Moviepark Bottrop oder Snowdome)
- Messen
- Centro in Oberhausen
- Seniorenheime, Pflegedienste
- Dienstleistungen auf ehemaligen Fabrikgelände
- Multifunktionsarena (Arena auf Schalke)
’ klarer Wandel von harten zu weichen Standortfaktoren
verschiedene Ballungsräume:
- Zentralraum
Vorzüge Probleme
- kurze Wege zu Dienstleistungen und
Arbeitsplätzen - geringere Lebensqualität durch
Platzmangel
- gute Ausgangsbedingungen für
wirtschaftliche Einrichtungen - größere Verkehrsdynamik
- guter Zugang zu
Versorgungseinrichtungen - weniger Flächenverfügbarkeit
- größeres Arbeitsplatzangebot - Umweltbelastungen
- bessere Infrastruktur
- Zwischenraum
Vorzüge Probleme
- sehr stadtnah ’ gute Anbindung an Zentralräume - geringere Wirtschaft
- bessere Wohnbedingungen - kleineres Freizeitangebot
- billigere Grundstückpreise - wenige, weiterbildende Schulen
- stark frequenzierte Verkehrsachsen
- Peripherraum
Vorzüge Probleme
- viele freie, nutzbare Flächen - wenig Infrastruktur
- begehrter Wohnsitz - hohe Arbeitslosigkeit
- attraktive Landschaft - mangelndes Dienstleistungsgewerbe
- günstige Grundstückpreise - wirtschaftsschwach
- Abwanderung junger Gebildeter
- Versorgungsprobleme
Ballungsräume in DE sind:
- Kiel, Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und im Süden München
- Ost-West-Achse / Gefälle
- Rheinachse
- Hauptagglomerationsgebiete wie Emsland/Ostfriesland benötigen Unterstützung
sozial
ökonomisch ökologisch
’ Nachhaltigkeit ( sustainable development)
Typisierung ländlicher Räume:
- Räume in günstiger Lage zu den Verdichtungsgebieten und Zentren, sowie zu den überregionalen und großräumigen Verkehrsachsen
- Attraktive Räume für den überregionalen Fremdenverkehr
- Räume mit relativ günstigen Produktionsbedingungen für die Landwirtschaft
- gering verdichtete Räume mit industriellen Wachstumstendenzen
- Strukturschwache periphere ländliche Räume
Faktoren für Strukturwandel in der Landwirtschaft:
’ Landwirtschaft wurde industrialisiert (produktivistisch)
’ wenige große Betriebe (Folge: Betriebsschließungen, durch:
- Mechanisierung
- Spezialisierung
- Intensivierung (Kraftfutter, chemische Schädlingsbekämpfung,...)
Funktionswandel des ländlichen Raums:
’ ländlicher Raum war ursprünglich geprägt durch Landwirtschaft
(Ernährungssicherung)
“
Strukturwandel der Landwirtschaft
“
volkswirtschaftlich geringe Bedeutung(siehe BIP und Beschäftigte)
“
Funktionswandel des ländlichen Raums
Multifunktionalität des ländlichen Raums:
- agrarischer Produktionsraum
- Wohngebiete ( ’ Pendler)
- Erholungs- & Freizeitraum
- ökologischer Ausgleichsraum (z.B. Autobahn wird durch Landschaft gebaut, dann muss wo anders ein Raum geschaffen werden, damit der Ausgleich gewährleistet ist)
- Energieerzeugung
- Kultur- / Landschaftspflege
“
damit ist der Stellenwert des ländlichen Raums
höher als die ökonomische Bedeutung
“
gesellschaftliche Funktion
Merkmale der Stadtentwicklung in Mitteleuropa:
- früheste Stadtentstehungsschicht ’ Römerstädte
- Siedlungen zur Sicherung und Verwaltung des Reiches entwickelten sich zu Städten (in DE: Trier, Köln, Main, Koblenz)
- 8. bis 11. Jhr. entstanden Wik- und Marktorte ’ lehnten sich i.d.R. An ein geistliches oder weltliches Zentrum an
- zentrale Merkmale hierbei meist Kirchen oder Paläste
- 12./13. Jhr. ’ Gründung des Hochadels
- Grenz- und Flussübergangssicherung durch Burgen und neue Siedlungen (Kaiser & Territorialherren) ’ später bedeutende Städte
- 14./15. Jhr. ’ selbe Motive ’ Spätgründung des niedrigen Adels
- beherrschende Elemente der Stadtgestalt wurden seit dem Hochmittelalter der Marktplatz in ganz zentraler Lage und die Stadtmauer
- 16./17. Jhr. ’ Planstädte des Absolutismus ’ stellen Eigenheit Europas dar
- deutsche Territorialherren ließen entweder bestehende Städte zu prunkvollen Residenzen ausbauen( z.B. Dresden, Potsdam) oder es entstanden Neugründungen auf dem Reißbrett (z.B. Karlsruhe, Mannheim, Ludwigslust)
- wesentliche Merkmale dieses Stadttyps:
- geometrische Ausrichtung aller Verkehrsachsen auf das zentrale Schloss
- entsprechend gestaltete Park- & Gartenanlagen
- ggf. Vaubansche Befestigungswerke (benannt nach dem Festungsbaumeister König Ludwigs XIV.)
- 19. Jhr. und erste Hälfte des 20. Jhr. ’ Verwaltungsneustädte ’ zunehmend komplexe Industriegesellschaft ’ Aufbau einer modernen, mehrstufigen Bürokratie notwendig ’ Reihe von Orten erfahren Aufschwung durch Übernahme von Verwaltungsfunktionen
- Grundlage für diesen Stadttyp: (z.B. Oberhausen, Leverkusen, Wolfsburg,...)
- in erster Linie Montanindustrie
- chemische Industrie
- später Automobilbau
- Wohnblöcke
- rastaförmiges Straßennetz
- starkes Bevölkerungswachstum
- Mitte des 20. Jhr. ’ Neuenstädte ( London = „New Towns“)
- wichtige Zielsetzung:
- Entlastung von Verdichtungsräumen
- Entwicklungsförderung strukturschwacher Regionen
- Grund für rasches Wachstum und die Veränderung der Gestalt der Städte:
- neue Produktionsweisen
- zunehmende Mobilität
- Weiterentwicklung der Verkehrstechnologien
- Shopping und Freizeitzentren werden eröffnet
- „Multifunktionshallen“ am Stadtrand
funktionale Gliederung in städtischen Räumen:
- „funktionale Stadtgliederung“ = Gliederung einer Stadt in Teilräume, die sich in der jeweiligen Nutzung oder Funktion unterscheiden
Kreismodell:
- geht davon aus, dass sich das Wachstum einer Stadt zentrifugal von einem (historischen) Ortskern aus vollzieht
- Anordnung von Nutzungen, Funktionen & Bevölkerungsgruppen in konzentrischen Zonen um den Kern herum
- Vorbringung gegen das Modell:
- derart homogene und symmetrische Zonen treten in der Realität kaum auf
- nicht Luftliniendistanz zum Zentrum ist für das Wachstum einer Stadt entscheidend
- entscheidend ist der Zeit-Kosten-Aufwand, also die Erreichbarkeit
- beste Gewährleistung entlang von Ausfallstraßen oder Eisenbahnlinien
Sektoren-Modell:
- basiert auf der Beobachtung, dass sich Wohngebiete sektoral ausbilden
- Sektoren vergrößern sich mit dem Städtewachstum
- Entwicklung vollzieht sich entlang radialer Verkehrslinien
Mehr-Kerne-Modell:
- beim Wachstum einer Stadt kommt es zwangsläufig zur Ausbildung mehrerer Geschäftszentren
- um diesen „Kern“ herum konzentrieren sich (je nach Größe der Stadt) Bereiche mit speziellen Funktionen
- in der Realität:
- Überlagerung aller drei Modelle
’ wirtschaftliche Situation
’ ökonomischen oder ethischen Status von Bevölkerungsgruppen
Stadträume:
1. Zentren:
- wirtschaftliche Funktion & kulturelle, sowie touristische Angebote tragen
zum Image der Stadt bei
- Orte der Kommunikation und Identifikation
- besondere Bedeutung liegt auf der „City“ mit dem Hauptgeschäftszentrum
’ Versorgung der Umlandsbewohner von hieraus ’ Güte & Dienstleistungen
- gemeinsamen Merkmalen der früheren klassischen Zentren mit deren Neben-
& Standortgemeinschaften mit zentralörtlichen Funktionen ’ periphere
verkehrsgünstige Lage am Standort oder im suburbanen Raum
- Sprktrum an neuen Zentrentypen :
- „Shoppingcenter“
- Fachmarktzentren
- freizeit- & erlebnisorientierte „Urban
Entertainment Center“
2. Wohngebiete
- geringe Wohnnutzung in den Zentren, in der Umgebung hohe Wohndichte
- Wohngebiete lagern sich in Abhängigkeit von Bodenpreisen, Miethöhe und
Umweltqualität an
- Wohngebiete liegen in deutlicher entfernung zu den Zentren
- Grund- und Aufriss, Architektur und der Zustand der Wohngebiete sind das
Ergebnis von historischen Ereignissen & Prozessen, von Maßnahmen der
jeweiligen Kommunen & privaten Investitionen
3. Industrie- bzw. Gewerbegebiete
- bildet in den meisten Städten noch immer eine ökonomische Grundlage
- ohne diese könnten viele Dienstleistungen nicht existieren
- teilweise gehen von den Gebieten erhebliche Gefahren (für die Umwelt)
durch Emissionen oder Kontaminierungen der Böden aus
- stadtplanerische Sicht von Bedeutung:
- durch die Aufgabe gewerblicher Nutzung entstanden
- stehen als Reserveflächen für neue Nutzungen oder als ökologische Ausgleichsflächen zur Verfügung
4. Grün- und Freiflächen
- erfüllen wesentliche Funktion als Naherholungsgebiete mit entsprechenden
Freizeitangeboten (Parkanlagen,Spiel- und Sportplätze)
- oder als ökologische Ausgleichsräume (z.B. klimaökologisch wichtige
Grünflächen als Kaltluftschneisen)
Entwicklungsphasen:
Phase Erklärung
Reurbanisierung (jüngere Entwicklungsphase
zeitliche Einordnung:
’Beginn des 21.Jhr.) Zunahme des Kernstadtanteils von Bevölkerung und Beschäftigung bei entsprechender Abnahme oder Stagnation im Umland
Desurbanisierung (Counterurbanisation)
’ für Deutschland nicht relevant - Einsatz von Dezentralisierung von Arbeits- und Wohnplätzen
- Straßennetz gewinnt an Bedeutung für Fabriken ’ Folge ’ Verlagerung der Produktionsstädte in Peripherie
- durch Auslagerung verarmt das Umland
- Bevölkerung erlangt durch die Verbreitung des Autos einen starken Mobilitätsgewinn
Suburbanisierung
(zeitliche Einordnung:
’ Beginn nach Wirtschaftswunder 1960er -1970er bis teilweise heute) - Verschiebung des Wachstumsschwerpunktes aus dem Kernbereich einer Stadt in das städtische Umland bzw. den suburbanen Raum
- verschmelzen Stadt & Umland
Urbanisierung
(zeitliche Einordnung:
’ zur Zeit der Industrialisierung bis ca. zur Jahrhundertwende) - Prozess der Ausbreitung und Diffusion städtischer Lebens- & Verhaltensweisen (Stadt). Wie z.B. Haushaltsstrukturen, Konsummuster, berufliche Differenzierung, Wertvorstellungen der Stadtbewohner und die daraus resultierenden Raumstrukturen
Probleme der Suburbanisierung:
’ Teilprozesse der Suburbanisierung
Bevölkerungssuburbanisierung:
- Zu- & Rückwanderung von Flüchtlingen ’ Wiederaufbau, Segregation, innerstädtische Verkehrskonzepte
- Kernstadt & Umland verhältnismäßig klein
- Automobilisierung setzt ein
- Informations- & Kommunikationstechnologien werden entwickelt
’ Faktoren:
- mehr Geld
- Mobilisierung
- bessere Lebensqualität
- Wohnen im Grünen
- Anstieg des Lebensstandards
Industriesuburbanisierung:
- Rückwanderung (z.B. „Gentrifier“)
- Deindustrialisierung, Segregation, Stadtsanierung, Gentrifizierung
’ Industriesuburbanisierung ’ Suburbanisierung des Einzelhandels ’ Suburbanisierung von Bürodienstleistungen („back offices“)
- Verlagerung an Stadtrand
- Kernstadt vergrößert sich
- Umland dehnt sich aus
- Automobilisierung weiter fortgeschritten
- Informations- & Kommunikationstechnologien entwickeln sich weiter
- gesellschaftlicher Wandel setzt ein
’ Faktoren:
- Veränderte Flächenansprüche
- Fließbandproduktion
- gute Verkehrsbindung an Verkehrsknoten
Dienstleistungssuburbanisierung:
- Counterurbanization
- Zuwanderung (Asylanten, Aussiedler)
- Rückwanderung (z.B. „Gentrifier“)
- Verlagerung von industrieller Produktion & Dienstleistungsroutinen in Länder mit geringer Regulationsdichte
- Deindustrialisierung, Tertiärisierung, (Flächenrecycling), Festivalisierung, soziale Polarisierung, Cityaufwertung, Erosion der Nebenzentren
- Kernstadt vergrößert sich noch mehr
- Umland wächst mit
- Automobilisierung stark ausgeprägt mit steigender Tendenz
- Informations- & Kommunikationstechnologien sehr weit entwickelt
- gesellschaftlicher Wandel steigt
Probleme/ Folgen der Suburbanisierung:
- Städte wachsen in Umland; ländlich geprägter Raum wird verstädtert (’ Zersiedelung der Landschaft)
- Trennung von Wohnung und Arbeitsplatz führt zu erhöhtem Pendlerverkehr
- zentrale Dienstleistungen (Krankenhaus, Fachgeschäfte, Verwaltung) werden auch von Umlandbewohnern genutzt ’ Verkehrsaufkommen für schlechte Unternehmensaufkommen (Umweltbelastung...)
- Bedeutungsverlust der Kernstadt gegenüber Umland (’ eventuell Cityverödung)
- Verlust von Steuereinnahmen der Städte (Steuerort = Wohnort) ’ erhöhte Ausgaben für Kernstädte für Ausbau/Instandhaltung der Infrastruktur
soziale Polarisierung in Großstädten:
Segregation:
- Absonderung & Entmischung von Bevölkerung
- Viertelbildung (Ballung von Bevölkerungsgruppen)
- soziale Segregation wird auch als Armutssegregation bezeichnet ’ überwiegend einkommensschwache Bevölkerungsschichten (wird am Familieneinkommen gemessen)
- demographische Segregation = Entmischung nach Altersklassen & Haushaltstypen (Familien mit Kindern sind hier wenig vertreten)
- ethnische Segregation = Ansiedlung von Migranten an Industrieanlagen & bei Landsmännern
- Abwertung eines Wohnviertels bei nicht Interesse an Renovierungsarbeiten oder Geldmangel ’ Vertreibung der sozial Schwächeren durch investierte Sanierung
Gentrifizierung:
- zahlungskräftige Bevölkerung investiert in Aufwertung heruntergekommener Gebiete & verdrängen die dort ansässigen Menschen
- vorwiegend innenstadtnahe Wohngebiete mit architektonisch anspruchsvollen Altbauten mit niedrigen Boden- & Mietpreisen
- meist junge Menschen mit geringem Einkommen, aber hoher Schulbildung (Studenten, Künstler … ) ’ Pioniere
- neue Geschäfte, Dienstleistungs- & gastronomische Betriebe
- „Szeneviertel“; gilt als Geheimtipp
- Immobiliengesellschaften kaufen Häuser, Modernisieren & bieten die Wohnungen teuer an
- Gentrifier (vornehme Bürger) folgen
- verdrängen unterer Schichten
- sind die „Gewinner“( wohnen günstig, trotz hohem Einkommen)
- durch Modernisierungen & Erhaltungen wird bewirkt, dass zahlungskräftige Bevölkerung aus dem Umland zuwandert
- Wohnungen werden weiter modernisiert
- Klientel: Pädagogen, Schauspieler, Yuppies
Probleme der Segregation:
- Diskriminierung
- fragwürdige Imageaufbesserung durch Stadtviertel
- Wohnungsleerstände
- Abwertung einzelner Stadtgebiete
- kaum Renovierungsarbeiten
- durch Wegziehen & Zuzug entstehende Gruppenbildung
- Ausgrenzung
- fehlende Integration
- Ghettobildung
- kein interkultureller Austausch
- geringe Steuerkraft
- ausbleibende Ansiedlung von Unternehmen (unattraktiv)
- (Ausländerspezifische Bereiche: z.B. Dönerladen,..)
- tragfähige, spezifische Wirtschaftsnetzwerke von Migranten (Einzelhandel, Gastronomie, Dolmetscher)
- ggf. erhöhte Kriminalität
Probleme der Gentrifizierung:
- nur Wohnungen für zahlungskräftige Bevölkerungsgruppen durch:
- höhere Mieten
- Umwandlung von Miet- zu Eigentumswohnungen z.B. Harz IV-Empfänger können sich keine Wohnung leisten
- Verdrängung der alteingesessenen Bevölkerung und der Pioniere
- preiswerter Wohnraum wird dem Immobilienmarkt entzogen
’ Verdrängte müssen sich neue Wohnungen suchen (soziale Spaltung)
Grundlagen der Globalisierung:
Definition:
- weltweit ablaufender Prozess
- zeichnet sich nicht nur durch ökonomische Faktoren, sondern auch durch Kommunikations-, Gesellschafts- und Umweltdimension aus
- von Menschenhand geschaffen
- Verflechtung der Märkte und Strukturen
- Protektionismus (Schutz des eigenen Handels durch Zölle (z.B. brasilianischer Zucker)
- „Global Players“
ökonomische Globalisierung:
- neu durch Globalisierung ’ Dynamik, Identität und Reichweite
’ in welcher die grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Aktivitäten ablaufen
- treibende Kraft: Kapitalismus
- Ausbreitung des marktwirtschaftlichen Kapitalismus auf so gut wie jedes Land der Erde
- ökonomische Globalisierung findet auf mehreren Ebenen & Märkten statt
1. Gütermärkte
- Expansion des Welthandels (2006 26x so groß wie 1950)
- internationale Arbeitsteilung
- Handel
- „Schrittmacherrolle“, die dem Handel zukommt
2. Produktionssektor
- ausländische Direktinvestitionen ADI's ’ entscheidender Motor für Globalisierung
- eigenständiger Faktor der internationalen Arbeitsteilung
- andere Länder bieten Kostenvorteile
- Absatz und Produktion werden globalisiert
- global surcing = Nutzen von globalen Quellen, billige Arbeitskräfte im Ausland, know-how in Deutschland
3. Finanzmärkte
- weltweit Verflechtungen im Finanzbereich
- Liberalisierung des Kapitalverkehrs
- Fortschritte in der modernen Kommunikationstechnologie
- ermöglicht dem Unternehmer/Privatanleger, sein Vermögen dort zu platzieren, wo es die höchsten Erträge bringt
- gigantische summen können ohne Zeitverzögerung & Transaktionskosten um den Globus geschickt werden
- Handlung in Echtzeit
Ursachen der Globalisierung:
ökonomische Ursachen:
- außenwirtschaftliche Liberalisierung
- Deregulierung der Volkswirtschaften (Post, Bahn)
- Markt wird sich selbst überlassen,weniger Gesetze (Kündigungsschutz wird gelockert)
- weniger Vorschriften
verkehrstechnische Ursachen:
- Kostensenkung
- Warentransporte innerhalb weniger Stunden möglich
- Containerschiffe
- Fortschritt in der Telekommunikation & Nachrichtenübermittlung
- dichtes Kommunikationsnetz über der ganzen Welt
- Senkung von Transaktionskosten
- Beschleunigung von Entwicklungs- & Produktionsprozessen
- face to face Kontakte immernoch wichtig ’ Vertrauensbasis
politische Ursachen:
- Umorientierung
- Handelsbareierren wurden abgebaut
Exportnation Deutschland:
- DE hat direkte Grenzen zu zehn Staaten, also potenziellen Handelspartnern ’ Zeitalter der Globalisierung geht der Großteil der Exporte jedoch nicht mehr an Nachbarstaaten
- Mitgliedschaft in der Europäischen Union wichtig für Außenhandel
’ zahlreiche zuvor bestehende Handelshemmnisse wurden abgebaut
- beim deutsche Export dominieren Automobilbau, Maschinenbau und Chemieindustrie
- jeder vierte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt vom Export ab
- Nachfrage im Exportland wird erhöht, damit wird der eigene Absatz gesteigert und die Produktion erweitert
- Direktinvestitionen multinationaler Unternehmen in Produktionsstätten im Ausland haben Zuwachsrate im Welthandel erzielt
- m deutschen Stammsitz finden Forschung und Spezialfertigungen statt
- Deutschlands Titel als Weltmeister beim Export von Waren wurde an China übergeben
Deutsche Unternehmen als Global Players
- eine führende Exportnation ist immer auch ein Global Player, weil der Export in der Regel nicht auf wenige Produkte begrenzt ist
- Global Players = multinationale und transnationale Konzerne, die mit Direktinvestitionen weltweit agieren
- sie erschließen und sichern neue Märkte
- nutzen günstigere Produktionsbedingungen im Ausland
- Aktivität erfolgt oft im Zielland der Direktinvestitionen als Joint Ventures
- ausländische Partner bietet Kapital und Know-how
- inländischer Partner stellt Kontakte, den Markt und Arbeitskräfte
- Kernkompetenzen, wie Forschung, Entwicklung, Vermarktung, Werbung und Design verbleiben am Hauptsitz des Konzerns
- Hauptmotiv ist das Erschließen von neuen Märkten, aber auch die Wettbewerbssituation und der Wunsch des Kunden
- Ziel ist es jedoch immer den Umsatz zu erhöhen und die Kosten zu reduzieren
Push- und Pullfaktoren von Betriebsverlagerungen ins Ausland
Push-Faktoren Pull-Faktoren
Rohstoffe nicht verfügbar oder zu teuer Rohstoffe kostengünstig verfügbar
Strategische Überlegungen der Internationalisierung Hohe Marktpotenziale
Hohe Lohn(neben)kosten Großes Arbeitskräfteangebot zu günstigen Lohnkosten
Hohe Steuern und Abgaben Nähe zu wichtigen Forschungszentren
Hohe Umweltbelastungen u.a. rechtliche Beschränkungen Nähe zu Konkurrenten
Steuervorteile und Investitionsanreize
Politische Hemmnisse für Fertigwaren-Importe
Keine/wenig Umweltauflagen u.a. rechtliche Beschränkungen
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