2.Semester: Der Wirtschaftsraum USA in seiner globalen Verflechtung
Gunst- und Ungunstfaktoren für die Landwirtschaft:
Gunstfaktoren:
- geringe Reliefenergie im mittleren Westen und Osten; ermöglicht Maschineneinsatz und großflächigen Anbau
- ausreichend Niederschläge im Osten (Trockengrenze: 100° westl. Länge)
- z.T. Hochwertige, fruchtbare Schwarz- und Braunerden
- Flüsse bieten Bewässerungsmöglichkeiten
- technische Entwicklung/Fortschritt („USA haben das Know-how“)
- z.T. Geringe Siedlungsdichte
- enorme Nord-Süd-Erstreckung über mehrere Klimazonen bietet eine große Bandbreite an landwirtschaftlichen Produkten
Ungunstfaktoren:
- klimatische Risikofaktoren gefährden die Ernten (Hurrikan, Tornados, Blizzard)
- hohe Reliefenergie der Rocky Mountains und Appalachen mit ungünstigen Klima- & Bodenbedingungen erschweren/verhindern landwirtschaftlichen Anbau
- agronomische Trockengrenze verschiebt sich, dadurch gefährden Dürren die Landwirtschaft (’ Bodenerosion)
- in einigen Regionen aufgrund von Extrembedingungen kein Anbau möglich (z.B. Alaska, Death Valley)
- Flüsse im Westen unterliegen starken Schwankungen (Bewässerungsfeldbau)
Großflächiger Anbau – das amerikanische Beltsystem und seine Auflösung
- über weite Räume mit einheitlichen Klima- , Boden- und Reliefverhältnissen entstanden
- mehr oder weniger einheitliche agrare Nutzungs- und Betriebsformen entstehen
- Betriebe spezialisieren sich auf 1 Produkt (oder eine Produktionsfolge; Raum muss hierbei optimale Wachstumsbedingungen bieten)
- Agrarzonen werden nach dem Wert der Leitprodukte klassifiziert ’ Bezeichnung: Landwirtschaftsgürtel/Agricultural Belts
- im Osten breitenparallele Anordnung der Belts
- im Westen stärker meridial
- ökonomische Zwänge (z.B. Entfernung zu den Verbrauchermärkten oder Transportkosten)
- völlig einheitliche Agrarzonen nicht möglich (z.B. Corn Belt: neben Maisanbau auch Rinder- und Schweinemast)
Ursachen für die Entstehung der Beltstruktur
- gleiche Relief-, Boden- und Klimaverhältnisse
- optimale Wachstumsbedingungen
- geringer Mechanisierungsgrad
- Marktnähe
Agrarlandschaft heute:
- meisten Belts haben sich aufgelöst bzw. sind in ihrer Ausdehnung stark verringert
- diversifizierte Produktion und neue Produkte (z.B. Sojabohnen)
- Milchwirtschaft entlang der großen Seen und Ostküste, sowie Obst- und Gemüseanbau entlang der Ostküste zeigen eine gewisse Persistenz (’ Versorgung der großen Agglomerationen ’ Frischeprodukte)
Ursachen für die Auflösung der Beltstruktur:
- Monokultur ’ Abnahme der Bodenqualität
- Abschaffung der Sklaverei ’ Cotton Belts
- Know-how
- Gentechnik
- Verbesserung der Kühlmethoden und Konservierung
Bedeutung der Landwirtschaft:
Postindustrielle Gesellschaft, aber eine produktive Landwirtschaft
und breite Angebotspalette
stabile Versorgung Kulturland- Nahrungsmittel Arbeitsplätze
der Bevölkerung schaftspflege als Exportgut auch in vor-
und nachgelagerten
Bereichen
Voraussetzung
zur politischen Macht & Einfluss
und wirtschaftlichen
Weltmacht
Unabhängigkeit
Kennzeichen des Strukturwandel und seine Folgen:
Kennzeichen:
- Rationalisierung
- Spezialisierung
- Flächenausweitung durch künstliche Bewässerung in ökologisch labilen Trockengebieten
- Chemisierung & Saatgutverbesserung
- Mechanisierung & Technisierung
- Abbau der Arbeitskräfte pro Farm
Folgen:
- preissenkende Überproduktion
’ Unterstützung der Regierung ’ Subventionen
- Umweltschaden
- monotone Landwirtschaft, nur Felder
- Qualität der Produkte sinkt ’ Gentechnik
- z.T. Saisonale Erntehelfer auf Megafarmen
- Bankrott vieler kleiner & mittlerer Farmen
Strukturwandel in der US-amerikanischen Landwirtschaft
Mechanisierung und Automatisierung
- Freisetzung von Arbeitskräften
- Standardisierung, Spezialisierung Hybridisierung(Kreuzung von pflanzen ’ schneller wachsen)
Düngemittel- /Pestizideinsatz
und verbesserte Bewässerungstechnik
- Ertragssteigerung
- Ausweitung der Anbaugrenzen
beschleunigte Industrialisierung der Landwirtschaft
Steigerung der Effektivität der Produktion
durch Erhöhung der Flächen- und Arbeitsproduktivität
Rentabilität
größerer Einheiten =
economies of scale Überpro-duktion Preis-verfall Betriebs-
aufgabe = Farm-
sterben Höhere Umwelt-
belastung
(Mono-
kultur) Subven-
tionen vom Staat Verlust von Arbeits-
plätzen
Mechanisierung der Landwirtschaft:
Vorteile Nachteile
- Einsparung von Arbeitskräften/ Personalkosten - hohe Anfangsinvestitionen und hohe Energiekosten
- Betrieb rund ums Jahr möglich (keine Urlaubs- und Krankheitstage) - zeitlich begrenzte Auslastung von Spezialmaschinen (Aussaat, Ernte)
- Produktionsvorgaben können exakt eingehalten werden (z.B. Normwerte bei der Fütterung) - Entfremdung von der Arbeit bzw. Natur, Landwirtschaft wird zu einem Industriebetrieb
Folgen der Mechanisierung
- Bewirtschaftung größerer Einheiten und damit erhöhte Arbeitsproduktivität
- Überproduktion führt zu Preisverfall
- Spezialisierung führt zu Monokultur bzw. Massentierhaltung
- Umweltbelastung durch steigenden Energieverbrauch
’ Die Mechanisierung hat einen gewissen Sättigungsgrad erreicht, die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen
Gründe für den Einsatz von Bewässerung:
naturräumliche Gründe:
- zu geringe Niederschläge,v.a. während der Hauptwachstumszeit
- zu hohe Verdunstungsvariabilität und Dürregefahr
- zu hohe Verdunstungsrate
- Böden mit geringer Wasserspeicherkapazität, z.B. sandige Böden
ökonomische Gründe:
- Ausweitung der Anbauflächen
- mehrere Ernten pro Jahr
- Steigerung der Flächenproduktivität
- gleichzeitige Zugabe von Flüssigdünger und Pflanzenschutzmitteln
- bessere Pflanzenqualität (geringe Schalendicke von Obst/Gemüse)
industrielle Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft:
1. Lagegunst
- günstige Klimabedingungen
- Agrarwirtschaft verantwortlich für Bevölkerungswachstum
- großes Staatsgebiet Ost-Westgrenze ’ Anbindung an Europa und Asien
2. Rohstoffreichtum
- Rohstoffquellen günstig über Staatsgebiete verteilt
- Stromversorgung durch u.a. Wasserfälle
- großes Potenzial an Wasserkraft ’ „Speisung“ des Energienetzes
3. Arbeitskräftepotenzial
- Ende des 19.Jahrhunderts Mehrheit aller Arbeitskräfte Immigranten
- Masseneinwanderung zwischen 1880-1930 (ca. 28Mio.)
4. neue Produktionsmethoden
- Taylorismus ’ bessere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine
- Fordismus ’ Fließbandproduktion
5. Unternehmenskonzentration
- Verbesserung der Produktion
- gewinnoptimierung
- Zusammenschlüsse von mehreren Unternehmen ’ Trustsbildung
Krise – Bedeutungsverlust
Auslöser: Stahlkrise
Folgen:
Betriebsstilllegungen
’ Kapitalabzug
’ hohe Arbeitslosigkeit
’ Abwanderung von Teilen der Bevölkerung
’ finanzieller Ruin zahlender kleiner Gemeinden durch fehlende Steuereinnahmen
’ Verslummung innerstädtischer Viertel
- neue Billiganbieter ’ hohe Konkurrenz
Manufacturing Belt (Detroit, Washington - Bosten, Chicago, Pittsburgh)
Detroit:
Standortbedingungen:
- Erdöl
- Stahlerzeugung
- Eisenerzvorkommen
- Nähe zum Eriesee (Wasserstraße)
Industriezweige:
- Automobilbau (General Motors, Ford, Chrysler)
Washington – Bosten:
’ Eisen- & Stahlerzeugung, Erdölraffinerie, Chemie/Kunststoffe, Maschinenbau, Textil/Bekleidung
Vorteile:
- Anbindung an Flüsse ’ Atlantischer Ozean
- Verbindung zu Europa ’ Einwanderer, Handel, Arbeitskräftepotenzial
Chicago:
- Eisen- & Stahlerzeugung
- Seehäfen
- Maschinenbau
- Metallindustrie
’ hochwertige Böden (Mais- & Weizenanbau)
’ gute Verkehrsanbindung (Highways, Eisenbahn, Michigansee)
’ Michigansee auch gut für die Industrie als Kühlwassernutzung
Pittsburgh:
- Eisen- & Stahlindustrie ’ teilweise 3-10 Mio. Tonnen & mehr
- viel Steinkohle im Tagebau & Tiefbau
’ besonders großes Rohstoffvorkommen im Boden !
Weitere Standortbedingungen:
- Kommunikationsvorteile ’ viele Unternehmen an einem Ort
- viele Abnehmer/Konsumenten
- Nachfrage nach Agrarprodukten führt zu erhöhtem Bedarf an landwirtschaftlichen Maschinen ’ Bedarf an Stahl steigt
- 1970 Stahl- & Kohlekrise, Erdölschock
- monostrukturierte Gegend
Vor- und Nachteile der Clusterbildung:
Vorteile:
- aus ökonomischer Sicht als Netzwerk von Produzent, Zulieferern, Forschungseinrichtungen, Dienstleistungen, Handwerkern und verbundenen Institutionen
- Netzwerk hat eine gewisse regionale Nähe zueinander
- gemeinsame Austauschbeziehungen
- die Partner profitieren insgesamt von den Synergieeffekten
- verbesserte Arbeitsteilung & Externalitäten zwischen den unternehmen
Nachteile:
- „Monostruktur“ ’ wenn die Branche in einer Krise steckt, geht das ganze Cluster „den Bach runter“
- funktionierende Cluster müssen gepflegt & ausgebaut werden
- bedrohte Cluster müssen neue Impulse bekommen und Kooperationen fördern
Silicon Valley
Standortfaktoren:
- Uni Palo Alto
- Militär- & Luftfahrteinrichtungen
- Technologiepark (1951) ’ enger Kontakt & schnellen Technologietransfer zwischen Uni & privaten Forschungsinstituten, sowie Elektroindustrie
- Kalifornien: Schwerpunkt für Rüstungsforschung und Rüstungsproduktion
- Militär ’ Auftraggeber für teure elektronische Produkte
- Verlagerung zahlreicher Firmen in den Standford-Industrial-Park ’ kreative Forschungsatmosphäre
- unternehmensfreundliches Umfeld
- niedrige Grundstückpreise (anfänglich) & Steuern
- mildes Klima
- Elektrotechnik & Nachrichtentechnik überwiegen deutlich
- noch viele frei bebaubare Flächen vorhanden
- Selbstversorgung/Clusterbildung
- sehr gut ausgebaute Infrastruktur
- hochqualifizierte Arbeitskräfte
- Risikobereitschaft der Unternehmen
Maßnahmen zur Restrukturierung des Manufacturing Belts (80er)
- Wiederbelebung (Revitalisierung) der städtischen Räume
- Investitionen japanischer Stahlunternehmen ’ zu einer partiellen Westverlagerung der Stahlindustrie
- verstärkte Ansiedlung von Handels- & Dienstleistungsbetrieben ’ Grundlage für Aufschwung
- Dienstleistungssektor & die wissensintensiven Branchen der Hightech-Industrie ’ starker Bedeutungszuwachs
- enge Kooperation der neuen Betriebe mit wissenschaftlichen Instituten unterstützen Aufschwung
- traditionelle Industriezweige gehen zurück
- Tertiärisierung
Vergleich Manufacturin Belt mit dem Ruhrgebiet
- Montanindustrie stark vertreten ’ altindustrielles Gebiet
- monostrukturierter Industrieraum ’ Anfälligkeit für Krisen größer
- Arbeitskräftenachfrage gedeckt durch (Südeuropäische) Arbeitskräftepotenzial
- Wandel der Standortfaktoren
- höhere Bewertung der weichen Standortfaktoren (Lebensqualität, Nähe zu Universitäten)
- günstiger Transport, als Abbau im eigenen Land
- Verringerung der Transportkosten
Manufacturing Belt Silicon Valley
Ind. Grundstruktur - früher: Stahlindustrie, Montanindustrie
- heute: Hightech- & Stahlindustrie Computerindustrie / Hightechindustrie
Standort-faktoren - Rohstoffvorkommen, gute Transportwege, hohes Arbeitskräftepotenzial, Lagegunst, Fortschrittsglaube - hoher Bildungsgrad der Arbeitskräfte
- zunächst günstige Preise für Land & Miete
- Militär als Auftraggeber & Nachfragesicherung
- Lagegunst, gute Infrastruktur
- gute Flächenverfügbarkeit
’ Clusterbildung (FuE(Forschung und Entwicklung) – Einrichtungen, Industrie, Unternehmen)
’ Fühlungsvorteile (bedingt durch Agglomeration)
Entwicklung - geprägt durch Hightechindustrie & Montanindustrie
’ weg von altindustrieller Monostruktur - Hightechindustrie dominant
’ (Tendenz) Monostruktur
Bedeutung - Stahlindustrie wichtig für US-Wirtschaft - weltweite Bedeutung, einzigartig in Agglomeration
Wirtschaftsmacht USA:
- hohes Exportaufkommen
- Rohstoffvorkommen
’ Preisbildung beeinflusst
- Arbeitslosenquote
- BIP/BSP
- Exportvolumen
- Importe
Position der USA in der Weltwirtschaft:
- höchster Anteil am Import, drittgrößter am Export
- führende Welthandelsnation
- Importvolumen > Exportvolumen ’ negative Handelsbilanz ’ negative ToT (termes of trade)
- sinkender Anteil am weltweiten BIP, aber höchster Anteil
- steigender Privatverbrauch an Rohöl ’ Importe steigen
- hohe Firmengewinne
- Anstieg des BIP in den letzten 30 Jahren
Anstieg begründende Faktoren:
- große Kaufkraft durch Entwicklung
- Importzölle ’ dadurch Vorzug der einheimischen Produkte
- Rohstoffreichtum ’ aber Import von Rohöl
- hohe Risikobereitschaft
- hohe Innovationsabhängigkeit
- tragfähige Demokratie
- liberales Wirtschaftssystem (Kapital)
- großer Absatzmarkt
Kennzeichen der wirtschaftlichen Vormachtstellung:
- Dollar als Leitwährung
- Börsen abhängig von NYSE
- positive & negative Beeinflussung der Wirtschaften
- Firmenkäufe ausländischer Unternehmen
- wirtschaftliche Macht im Ausland
- Etablierung von Tochterfirmen
- riesiges Investitionskapital
- weltweite Platzierung von Produkten & Dienstleistungen
- Dominanz in wirtschaftlich politischen Gremien
Ursachen der Finanzkrise & deren Auswirkungen:
Ursachen Auswirkungen
- Auszahlung von Krediten ohne Bonitätsprüfung - höhere Steuern
- Weiterverkauf von Krediten - politische & wirtschaftl. Marktverluste
- „Turbokapitalismus“ (Profitgier...) - Anstieg der Zinssätze
- deregulierte Märkte - Zunahme der Staatsschulden & allgemeine Schuldlasten
- Liberalisierung von Märkten - allgemeiner Preisverfall
- Mentalität: Selbstüberschätzung, Risikobereitschaft - Massenarbeitslosigkeit
- Vertrauen in Politik und Banken sinkt
Auswirkungen der Globalisierung auf die US-Wirtschaft:
- wachsende wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ausland
- negative Handelsbilanz
- globale Finanzverflechtung
’ ADI ’ Instrument des Finanzmarktes / Unternehmen
’ TNU ’ weltweit agierende Unternehmen
Gründe für ADI's:
- Absatzmarkt erschließen
- Arbeitsplätze schaffen
- günstigere Produktionskosten (Löhne,...)
- Erschließung von Rohstoffquellen
- Einfuhrzölle fallen weg
- niedrigere Transportkosten
- Instrument zum Machteinfluss
positive & negative Auswirkungen der ADI's:
investierendes Unternehmen (BMW):
positive Auswirkungen negative Auswirkungen
- Absatzmärkte - Unternehmensrisiko
- Zugang zu Wissen, Technologie - Bedingung: politische Stabilität
- Erweiterung des Fachkräftepotenzials - Verlust von Wissen, Technologien
- Ausgründungen - Abwerben von Fachkräften
- Innovationen - Verlust an Unternehmenskultur
- Zugriff auf vorhandene Ressourcen
- Übernahme von Unternehmen
- Subventionen
Wettbewerb/Konkurrenz (+ und -)
Empfängerland:
positive Auswirkungen negative Auswirkungen
- Nutzung von Know-how, Technologien
’ spill-over-Effekt - Konkurrenz gegenüber einheimischen Unternehmen
- Wachstumschancen - Arbeitskräfterationalisierung
(’ Maschinen)
- Schaffung von Arbeitsplätzen - mehr Fachkräfte als Aushilfsarbeiter
- Zahlung von Umsatzsteuer der TNU's - Abriss der Gewinne
- Einsparung der Importzölle (Preise sinken) - Staat verliert Steuereinnahmen (Zahlung von Subventionen)
- Stärkung der regionalen Entwicklung
Wettbewerb/Konkurrenz (+ und -)
USA noch DIE Wirtschaftsmacht?
Ja Nein
- große Anteile an Unternehmen (ADI's) - China aufstrebend
- Landwirtschaftlicher Export, Dienstleistungen - negative Handelsbilanz
- reichstes Land (BIP, BNE) - „Schuldnernation“
- politischer Einfluss weltweit (WTO, IWF, Weltbank) ’ geostrategische Position - Finanzkrise
- hohe Innovationsdichte, Schlüsseltechnologien - Zunehmende Abhängigkeit vom Ausland
- wachsende ADI's der US-Unternehmen
- große einheimische Kaufkraft
Internationalisierung des Finanzmarktes (+/-)
Außenhandelsstrukturen & Handelsbeziehungen (Fallbeispiel:NAFTA)
NAFTA ’ Wirtschaftsbündnis zwischen Kanada, USA, Mexiko
allgemeine Zielsetzungen:
- Beseitigung von Handelshemmnissen
- verbesserte Exportchancen
- Gegengewicht zu EU & Japan ’ Wettbewerbsfähigkeit steigt
- verbesserter Zugang zu neuen Technologien
Beweggründe zur Teilnahme an NAFTA:
für Mexiko:
- Hoffnung auf Ausweg aus der verheerenden Schuldenkrise
- verstärkte Investitionen u.a. aus den Partnerländern
- verbesserte Exportchancen
- leichter Zugang zu modernen Technologien
- mehr Beschäftigung durch ADI's der USA
- USA und Südamerika
- USA als Haupthandelspartner
für USA:
- Schlichtung von Handelshemmnissen
- Beseitigung von Einfuhrzöllen
- Vergrößerung des Handels
- MACHT (’ Gegengewicht zu Japan & EU)
’ stärkster Handelspartner
- billigere Arbeitskräfte ’ Wettbewerbsfähigkeit
- leichterer Zugang zu Investitionen
für Kanada:
- Verstärkung des Handels
- bleibende Unabhängigkeit
- Beseitigung von Handelshemmnissen
- Vereinbarung in Arbeitsrechten / Umweltpolitik
- Förderung von Investitionen#
- Haupthandelspartner USA
Maquiladora-Industrie:
- Fabriken entlang der mexikanisch/amerikanischen Grenze
- primitive Fertigungshallen
- machen aus importierten Vorprodukten Konsumgüter für Export
- Auslagerung von arbeitsintensiven Fertigungsschritten
- niedrige Löhne
- US-Unternehmen investieren (TNU's)
- billige, viele Arbeitskräfte
- zollfreie Wiedereinfuhr (Reimporte)
Intentionen:
für US-Unternehmen:
- billigere Löhne
- niedrige Bodenpreise
- höhere Produktivität
- sehr geringe Umweltschutzauflagen
- günstige Rahmenbedingungen
- zollfreie Importe & Exporte
- Arbeiter haben kaum Rechte
- hohes Arbeitskräftepotenzial ’ gute Arbeitsmoral
- Nutzung von Zollvergünstigungen außerhalb der NAFTA
- Vergünstigungen/ keine Zölle innerhalb der NAFTA
- Outsourcing von US-Firmen
’ sparen
für Mexiko:
- neue Arbeitsplätze werden geschaffen
- technisches Know-how kommt nach Mexiko ’ Selbstverwendung (Modernisierung)
- Einnahmen durch Landverkauf
- zollfreier Handel mit USA
- Exportorientierung
- Steuereinnahmen durch US-Firmen
- verbesserte Lebensbedingungen
- Industrialisierung des Nordens
Strategische Handelspolitik: Airbus vs. Boeing
Airbus = europäisches Unternehmen
Boeing = US-Unternehmen
Bedeutung des Flugzeugbaus:
- Arbeitskräfte ’ hohe Qualifikation
- hoher Forschungsbedarf ’ hohe Entwicklungskosten
- staatliche Einflussnahme ’ politische Beeinflussung des Handels
- Produktion gegen Monopolstellung
Handelsstreit zwischen Boeing und Airbus:
- Boeing klagt gegen Airbus auf Grund von staatlichen Subventionszahlungen
- Gegenklage gegen Boeing
Ziele der strategischen Handelspolitik:
- USA: indirekte Subventionen (Forschung)
- Ziel: Vorteilbeschaffung gegen ausländische Konkurrenz
räumliche Strukturen und Verstädterungsprozesse in den USA:
„Stadtland“ USA Merkmale der amerikanischen Stadt Räumliche Entwicklung des Stadtsystems
- stark verstädterte Nation (etwa 80% der Bev. lebt in der Stadt)
- keine klare Grenze zw. ländlichen & städtischen Räumen
- nur ausgedehnte Städte ’ kaum Dörfer
- unregelmäßige (amorphe) Ausdehnung hält noch an
- MSA = Metropolitan Statistical Area ’ besteht aus : Kernstadt (nucleus) und Einzugsbereich (metropolitan population)
- keine Altstadt wie in Europa ’ relativ junge Städte
- „Mainstreet“ in Klein- & Mittelstädten
- schnelles Wachstum
- Schachbrettmuster
- große flächenhafte Ausdehnung
- Bauhöhe nimmt vom Zentrum zum Rand ab
- autogerecht - Zusammenwachsen von Städten zu Städtebändern
- hohe Bevölkerungsdichte/ Ballungsräume im Nordosten (Boswash), Südosten (Florida) und Westen/ Südwesten (SanSan)
- Region um die großen Seen (ChiPitts)
- dünn besiedelte Gebiete: Planstaaten Alaska, Rockey Mountains...)
- Wanderung von „Frostbelt“ und „Dustbelt“ in den „Sunbelt“
Global City New York:
Entwicklung und Aufstieg:
- Eröffnung /Eriekanal
’ wirtschaftlicher Aufschwung
- Einwanderungswelle
- Ansiedlung von internationalen Organisationen, Unternehmen, Banken
’ Weltentscheidungszentrum
- Errichtung Flughafen / Ausbau Infrastruktur
Kennzeichen:
- Schaltstelle der weltweit führenden Wirtschafts- & Finanzunternehmen
- Sitz der weltweit größten Finanz- & Handelsbörse, Finanzfirmen & Investmentbanken
- führende Medienindustrie / Werbebranche
- Schauplatz weltpolitischer Entscheidungen
- Handel & Dienstleistungssektor haben große Bedeutung
- hohe Einwohnerzahl (Bevölkerungszahl)
- sehr hohes BIP
- Forschungsinstitute / Unis
- pulsierende kulturelle Szene
- FIRE-Sektor ’ Finanz-Insurence-Real-Estate
Probleme:
- Unterschied zwischen Arm & Reich wächst
- Krisen (z.B. Finanzkrise) wirkt sich auf die ganze Welt aus
- Platzmangel für Bewohner
- „urban-sprawl“ ’ Wachstum der Stadt
- Verkehrs- & Umweltproblem
- soziale Polarisierung und Fragmentierung
- Anfällig für Terroranschläge
Gunst- und Ungunstfaktoren für die Landwirtschaft:
Gunstfaktoren:
- geringe Reliefenergie im mittleren Westen und Osten; ermöglicht Maschineneinsatz und großflächigen Anbau
- ausreichend Niederschläge im Osten (Trockengrenze: 100° westl. Länge)
- z.T. Hochwertige, fruchtbare Schwarz- und Braunerden
- Flüsse bieten Bewässerungsmöglichkeiten
- technische Entwicklung/Fortschritt („USA haben das Know-how“)
- z.T. Geringe Siedlungsdichte
- enorme Nord-Süd-Erstreckung über mehrere Klimazonen bietet eine große Bandbreite an landwirtschaftlichen Produkten
Ungunstfaktoren:
- klimatische Risikofaktoren gefährden die Ernten (Hurrikan, Tornados, Blizzard)
- hohe Reliefenergie der Rocky Mountains und Appalachen mit ungünstigen Klima- & Bodenbedingungen erschweren/verhindern landwirtschaftlichen Anbau
- agronomische Trockengrenze verschiebt sich, dadurch gefährden Dürren die Landwirtschaft (’ Bodenerosion)
- in einigen Regionen aufgrund von Extrembedingungen kein Anbau möglich (z.B. Alaska, Death Valley)
- Flüsse im Westen unterliegen starken Schwankungen (Bewässerungsfeldbau)
Großflächiger Anbau – das amerikanische Beltsystem und seine Auflösung
- über weite Räume mit einheitlichen Klima- , Boden- und Reliefverhältnissen entstanden
- mehr oder weniger einheitliche agrare Nutzungs- und Betriebsformen entstehen
- Betriebe spezialisieren sich auf 1 Produkt (oder eine Produktionsfolge; Raum muss hierbei optimale Wachstumsbedingungen bieten)
- Agrarzonen werden nach dem Wert der Leitprodukte klassifiziert ’ Bezeichnung: Landwirtschaftsgürtel/Agricultural Belts
- im Osten breitenparallele Anordnung der Belts
- im Westen stärker meridial
- ökonomische Zwänge (z.B. Entfernung zu den Verbrauchermärkten oder Transportkosten)
- völlig einheitliche Agrarzonen nicht möglich (z.B. Corn Belt: neben Maisanbau auch Rinder- und Schweinemast)
Ursachen für die Entstehung der Beltstruktur
- gleiche Relief-, Boden- und Klimaverhältnisse
- optimale Wachstumsbedingungen
- geringer Mechanisierungsgrad
- Marktnähe
Agrarlandschaft heute:
- meisten Belts haben sich aufgelöst bzw. sind in ihrer Ausdehnung stark verringert
- diversifizierte Produktion und neue Produkte (z.B. Sojabohnen)
- Milchwirtschaft entlang der großen Seen und Ostküste, sowie Obst- und Gemüseanbau entlang der Ostküste zeigen eine gewisse Persistenz (’ Versorgung der großen Agglomerationen ’ Frischeprodukte)
Ursachen für die Auflösung der Beltstruktur:
- Monokultur ’ Abnahme der Bodenqualität
- Abschaffung der Sklaverei ’ Cotton Belts
- Know-how
- Gentechnik
- Verbesserung der Kühlmethoden und Konservierung
Bedeutung der Landwirtschaft:
Postindustrielle Gesellschaft, aber eine produktive Landwirtschaft
und breite Angebotspalette
stabile Versorgung Kulturland- Nahrungsmittel Arbeitsplätze
der Bevölkerung schaftspflege als Exportgut auch in vor-
und nachgelagerten
Bereichen
Voraussetzung
zur politischen Macht & Einfluss
und wirtschaftlichen
Weltmacht
Unabhängigkeit
Kennzeichen des Strukturwandel und seine Folgen:
Kennzeichen:
- Rationalisierung
- Spezialisierung
- Flächenausweitung durch künstliche Bewässerung in ökologisch labilen Trockengebieten
- Chemisierung & Saatgutverbesserung
- Mechanisierung & Technisierung
- Abbau der Arbeitskräfte pro Farm
Folgen:
- preissenkende Überproduktion
’ Unterstützung der Regierung ’ Subventionen
- Umweltschaden
- monotone Landwirtschaft, nur Felder
- Qualität der Produkte sinkt ’ Gentechnik
- z.T. Saisonale Erntehelfer auf Megafarmen
- Bankrott vieler kleiner & mittlerer Farmen
Strukturwandel in der US-amerikanischen Landwirtschaft
Mechanisierung und Automatisierung
- Freisetzung von Arbeitskräften
- Standardisierung, Spezialisierung Hybridisierung(Kreuzung von pflanzen ’ schneller wachsen)
Düngemittel- /Pestizideinsatz
und verbesserte Bewässerungstechnik
- Ertragssteigerung
- Ausweitung der Anbaugrenzen
beschleunigte Industrialisierung der Landwirtschaft
Steigerung der Effektivität der Produktion
durch Erhöhung der Flächen- und Arbeitsproduktivität
Rentabilität
größerer Einheiten =
economies of scale Überpro-duktion Preis-verfall Betriebs-
aufgabe = Farm-
sterben Höhere Umwelt-
belastung
(Mono-
kultur) Subven-
tionen vom Staat Verlust von Arbeits-
plätzen
Mechanisierung der Landwirtschaft:
Vorteile Nachteile
- Einsparung von Arbeitskräften/ Personalkosten - hohe Anfangsinvestitionen und hohe Energiekosten
- Betrieb rund ums Jahr möglich (keine Urlaubs- und Krankheitstage) - zeitlich begrenzte Auslastung von Spezialmaschinen (Aussaat, Ernte)
- Produktionsvorgaben können exakt eingehalten werden (z.B. Normwerte bei der Fütterung) - Entfremdung von der Arbeit bzw. Natur, Landwirtschaft wird zu einem Industriebetrieb
Folgen der Mechanisierung
- Bewirtschaftung größerer Einheiten und damit erhöhte Arbeitsproduktivität
- Überproduktion führt zu Preisverfall
- Spezialisierung führt zu Monokultur bzw. Massentierhaltung
- Umweltbelastung durch steigenden Energieverbrauch
’ Die Mechanisierung hat einen gewissen Sättigungsgrad erreicht, die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen
Gründe für den Einsatz von Bewässerung:
naturräumliche Gründe:
- zu geringe Niederschläge,v.a. während der Hauptwachstumszeit
- zu hohe Verdunstungsvariabilität und Dürregefahr
- zu hohe Verdunstungsrate
- Böden mit geringer Wasserspeicherkapazität, z.B. sandige Böden
ökonomische Gründe:
- Ausweitung der Anbauflächen
- mehrere Ernten pro Jahr
- Steigerung der Flächenproduktivität
- gleichzeitige Zugabe von Flüssigdünger und Pflanzenschutzmitteln
- bessere Pflanzenqualität (geringe Schalendicke von Obst/Gemüse)
industrielle Entwicklung der US-amerikanischen Wirtschaft:
1. Lagegunst
- günstige Klimabedingungen
- Agrarwirtschaft verantwortlich für Bevölkerungswachstum
- großes Staatsgebiet Ost-Westgrenze ’ Anbindung an Europa und Asien
2. Rohstoffreichtum
- Rohstoffquellen günstig über Staatsgebiete verteilt
- Stromversorgung durch u.a. Wasserfälle
- großes Potenzial an Wasserkraft ’ „Speisung“ des Energienetzes
3. Arbeitskräftepotenzial
- Ende des 19.Jahrhunderts Mehrheit aller Arbeitskräfte Immigranten
- Masseneinwanderung zwischen 1880-1930 (ca. 28Mio.)
4. neue Produktionsmethoden
- Taylorismus ’ bessere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine
- Fordismus ’ Fließbandproduktion
5. Unternehmenskonzentration
- Verbesserung der Produktion
- gewinnoptimierung
- Zusammenschlüsse von mehreren Unternehmen ’ Trustsbildung
Krise – Bedeutungsverlust
Auslöser: Stahlkrise
Folgen:
Betriebsstilllegungen
’ Kapitalabzug
’ hohe Arbeitslosigkeit
’ Abwanderung von Teilen der Bevölkerung
’ finanzieller Ruin zahlender kleiner Gemeinden durch fehlende Steuereinnahmen
’ Verslummung innerstädtischer Viertel
- neue Billiganbieter ’ hohe Konkurrenz
Manufacturing Belt (Detroit, Washington - Bosten, Chicago, Pittsburgh)
Detroit:
Standortbedingungen:
- Erdöl
- Stahlerzeugung
- Eisenerzvorkommen
- Nähe zum Eriesee (Wasserstraße)
Industriezweige:
- Automobilbau (General Motors, Ford, Chrysler)
Washington – Bosten:
’ Eisen- & Stahlerzeugung, Erdölraffinerie, Chemie/Kunststoffe, Maschinenbau, Textil/Bekleidung
Vorteile:
- Anbindung an Flüsse ’ Atlantischer Ozean
- Verbindung zu Europa ’ Einwanderer, Handel, Arbeitskräftepotenzial
Chicago:
- Eisen- & Stahlerzeugung
- Seehäfen
- Maschinenbau
- Metallindustrie
’ hochwertige Böden (Mais- & Weizenanbau)
’ gute Verkehrsanbindung (Highways, Eisenbahn, Michigansee)
’ Michigansee auch gut für die Industrie als Kühlwassernutzung
Pittsburgh:
- Eisen- & Stahlindustrie ’ teilweise 3-10 Mio. Tonnen & mehr
- viel Steinkohle im Tagebau & Tiefbau
’ besonders großes Rohstoffvorkommen im Boden !
Weitere Standortbedingungen:
- Kommunikationsvorteile ’ viele Unternehmen an einem Ort
- viele Abnehmer/Konsumenten
- Nachfrage nach Agrarprodukten führt zu erhöhtem Bedarf an landwirtschaftlichen Maschinen ’ Bedarf an Stahl steigt
- 1970 Stahl- & Kohlekrise, Erdölschock
- monostrukturierte Gegend
Vor- und Nachteile der Clusterbildung:
Vorteile:
- aus ökonomischer Sicht als Netzwerk von Produzent, Zulieferern, Forschungseinrichtungen, Dienstleistungen, Handwerkern und verbundenen Institutionen
- Netzwerk hat eine gewisse regionale Nähe zueinander
- gemeinsame Austauschbeziehungen
- die Partner profitieren insgesamt von den Synergieeffekten
- verbesserte Arbeitsteilung & Externalitäten zwischen den unternehmen
Nachteile:
- „Monostruktur“ ’ wenn die Branche in einer Krise steckt, geht das ganze Cluster „den Bach runter“
- funktionierende Cluster müssen gepflegt & ausgebaut werden
- bedrohte Cluster müssen neue Impulse bekommen und Kooperationen fördern
Silicon Valley
Standortfaktoren:
- Uni Palo Alto
- Militär- & Luftfahrteinrichtungen
- Technologiepark (1951) ’ enger Kontakt & schnellen Technologietransfer zwischen Uni & privaten Forschungsinstituten, sowie Elektroindustrie
- Kalifornien: Schwerpunkt für Rüstungsforschung und Rüstungsproduktion
- Militär ’ Auftraggeber für teure elektronische Produkte
- Verlagerung zahlreicher Firmen in den Standford-Industrial-Park ’ kreative Forschungsatmosphäre
- unternehmensfreundliches Umfeld
- niedrige Grundstückpreise (anfänglich) & Steuern
- mildes Klima
- Elektrotechnik & Nachrichtentechnik überwiegen deutlich
- noch viele frei bebaubare Flächen vorhanden
- Selbstversorgung/Clusterbildung
- sehr gut ausgebaute Infrastruktur
- hochqualifizierte Arbeitskräfte
- Risikobereitschaft der Unternehmen
Maßnahmen zur Restrukturierung des Manufacturing Belts (80er)
- Wiederbelebung (Revitalisierung) der städtischen Räume
- Investitionen japanischer Stahlunternehmen ’ zu einer partiellen Westverlagerung der Stahlindustrie
- verstärkte Ansiedlung von Handels- & Dienstleistungsbetrieben ’ Grundlage für Aufschwung
- Dienstleistungssektor & die wissensintensiven Branchen der Hightech-Industrie ’ starker Bedeutungszuwachs
- enge Kooperation der neuen Betriebe mit wissenschaftlichen Instituten unterstützen Aufschwung
- traditionelle Industriezweige gehen zurück
- Tertiärisierung
Vergleich Manufacturin Belt mit dem Ruhrgebiet
- Montanindustrie stark vertreten ’ altindustrielles Gebiet
- monostrukturierter Industrieraum ’ Anfälligkeit für Krisen größer
- Arbeitskräftenachfrage gedeckt durch (Südeuropäische) Arbeitskräftepotenzial
- Wandel der Standortfaktoren
- höhere Bewertung der weichen Standortfaktoren (Lebensqualität, Nähe zu Universitäten)
- günstiger Transport, als Abbau im eigenen Land
- Verringerung der Transportkosten
Manufacturing Belt Silicon Valley
Ind. Grundstruktur - früher: Stahlindustrie, Montanindustrie
- heute: Hightech- & Stahlindustrie Computerindustrie / Hightechindustrie
Standort-faktoren - Rohstoffvorkommen, gute Transportwege, hohes Arbeitskräftepotenzial, Lagegunst, Fortschrittsglaube - hoher Bildungsgrad der Arbeitskräfte
- zunächst günstige Preise für Land & Miete
- Militär als Auftraggeber & Nachfragesicherung
- Lagegunst, gute Infrastruktur
- gute Flächenverfügbarkeit
’ Clusterbildung (FuE(Forschung und Entwicklung) – Einrichtungen, Industrie, Unternehmen)
’ Fühlungsvorteile (bedingt durch Agglomeration)
Entwicklung - geprägt durch Hightechindustrie & Montanindustrie
’ weg von altindustrieller Monostruktur - Hightechindustrie dominant
’ (Tendenz) Monostruktur
Bedeutung - Stahlindustrie wichtig für US-Wirtschaft - weltweite Bedeutung, einzigartig in Agglomeration
Wirtschaftsmacht USA:
- hohes Exportaufkommen
- Rohstoffvorkommen
’ Preisbildung beeinflusst
- Arbeitslosenquote
- BIP/BSP
- Exportvolumen
- Importe
Position der USA in der Weltwirtschaft:
- höchster Anteil am Import, drittgrößter am Export
- führende Welthandelsnation
- Importvolumen > Exportvolumen ’ negative Handelsbilanz ’ negative ToT (termes of trade)
- sinkender Anteil am weltweiten BIP, aber höchster Anteil
- steigender Privatverbrauch an Rohöl ’ Importe steigen
- hohe Firmengewinne
- Anstieg des BIP in den letzten 30 Jahren
Anstieg begründende Faktoren:
- große Kaufkraft durch Entwicklung
- Importzölle ’ dadurch Vorzug der einheimischen Produkte
- Rohstoffreichtum ’ aber Import von Rohöl
- hohe Risikobereitschaft
- hohe Innovationsabhängigkeit
- tragfähige Demokratie
- liberales Wirtschaftssystem (Kapital)
- großer Absatzmarkt
Kennzeichen der wirtschaftlichen Vormachtstellung:
- Dollar als Leitwährung
- Börsen abhängig von NYSE
- positive & negative Beeinflussung der Wirtschaften
- Firmenkäufe ausländischer Unternehmen
- wirtschaftliche Macht im Ausland
- Etablierung von Tochterfirmen
- riesiges Investitionskapital
- weltweite Platzierung von Produkten & Dienstleistungen
- Dominanz in wirtschaftlich politischen Gremien
Ursachen der Finanzkrise & deren Auswirkungen:
Ursachen Auswirkungen
- Auszahlung von Krediten ohne Bonitätsprüfung - höhere Steuern
- Weiterverkauf von Krediten - politische & wirtschaftl. Marktverluste
- „Turbokapitalismus“ (Profitgier...) - Anstieg der Zinssätze
- deregulierte Märkte - Zunahme der Staatsschulden & allgemeine Schuldlasten
- Liberalisierung von Märkten - allgemeiner Preisverfall
- Mentalität: Selbstüberschätzung, Risikobereitschaft - Massenarbeitslosigkeit
- Vertrauen in Politik und Banken sinkt
Auswirkungen der Globalisierung auf die US-Wirtschaft:
- wachsende wirtschaftliche Abhängigkeit vom Ausland
- negative Handelsbilanz
- globale Finanzverflechtung
’ ADI ’ Instrument des Finanzmarktes / Unternehmen
’ TNU ’ weltweit agierende Unternehmen
Gründe für ADI's:
- Absatzmarkt erschließen
- Arbeitsplätze schaffen
- günstigere Produktionskosten (Löhne,...)
- Erschließung von Rohstoffquellen
- Einfuhrzölle fallen weg
- niedrigere Transportkosten
- Instrument zum Machteinfluss
positive & negative Auswirkungen der ADI's:
investierendes Unternehmen (BMW):
positive Auswirkungen negative Auswirkungen
- Absatzmärkte - Unternehmensrisiko
- Zugang zu Wissen, Technologie - Bedingung: politische Stabilität
- Erweiterung des Fachkräftepotenzials - Verlust von Wissen, Technologien
- Ausgründungen - Abwerben von Fachkräften
- Innovationen - Verlust an Unternehmenskultur
- Zugriff auf vorhandene Ressourcen
- Übernahme von Unternehmen
- Subventionen
Wettbewerb/Konkurrenz (+ und -)
Empfängerland:
positive Auswirkungen negative Auswirkungen
- Nutzung von Know-how, Technologien
’ spill-over-Effekt - Konkurrenz gegenüber einheimischen Unternehmen
- Wachstumschancen - Arbeitskräfterationalisierung
(’ Maschinen)
- Schaffung von Arbeitsplätzen - mehr Fachkräfte als Aushilfsarbeiter
- Zahlung von Umsatzsteuer der TNU's - Abriss der Gewinne
- Einsparung der Importzölle (Preise sinken) - Staat verliert Steuereinnahmen (Zahlung von Subventionen)
- Stärkung der regionalen Entwicklung
Wettbewerb/Konkurrenz (+ und -)
USA noch DIE Wirtschaftsmacht?
Ja Nein
- große Anteile an Unternehmen (ADI's) - China aufstrebend
- Landwirtschaftlicher Export, Dienstleistungen - negative Handelsbilanz
- reichstes Land (BIP, BNE) - „Schuldnernation“
- politischer Einfluss weltweit (WTO, IWF, Weltbank) ’ geostrategische Position - Finanzkrise
- hohe Innovationsdichte, Schlüsseltechnologien - Zunehmende Abhängigkeit vom Ausland
- wachsende ADI's der US-Unternehmen
- große einheimische Kaufkraft
Internationalisierung des Finanzmarktes (+/-)
Außenhandelsstrukturen & Handelsbeziehungen (Fallbeispiel:NAFTA)
NAFTA ’ Wirtschaftsbündnis zwischen Kanada, USA, Mexiko
allgemeine Zielsetzungen:
- Beseitigung von Handelshemmnissen
- verbesserte Exportchancen
- Gegengewicht zu EU & Japan ’ Wettbewerbsfähigkeit steigt
- verbesserter Zugang zu neuen Technologien
Beweggründe zur Teilnahme an NAFTA:
für Mexiko:
- Hoffnung auf Ausweg aus der verheerenden Schuldenkrise
- verstärkte Investitionen u.a. aus den Partnerländern
- verbesserte Exportchancen
- leichter Zugang zu modernen Technologien
- mehr Beschäftigung durch ADI's der USA
- USA und Südamerika
- USA als Haupthandelspartner
für USA:
- Schlichtung von Handelshemmnissen
- Beseitigung von Einfuhrzöllen
- Vergrößerung des Handels
- MACHT (’ Gegengewicht zu Japan & EU)
’ stärkster Handelspartner
- billigere Arbeitskräfte ’ Wettbewerbsfähigkeit
- leichterer Zugang zu Investitionen
für Kanada:
- Verstärkung des Handels
- bleibende Unabhängigkeit
- Beseitigung von Handelshemmnissen
- Vereinbarung in Arbeitsrechten / Umweltpolitik
- Förderung von Investitionen#
- Haupthandelspartner USA
Maquiladora-Industrie:
- Fabriken entlang der mexikanisch/amerikanischen Grenze
- primitive Fertigungshallen
- machen aus importierten Vorprodukten Konsumgüter für Export
- Auslagerung von arbeitsintensiven Fertigungsschritten
- niedrige Löhne
- US-Unternehmen investieren (TNU's)
- billige, viele Arbeitskräfte
- zollfreie Wiedereinfuhr (Reimporte)
Intentionen:
für US-Unternehmen:
- billigere Löhne
- niedrige Bodenpreise
- höhere Produktivität
- sehr geringe Umweltschutzauflagen
- günstige Rahmenbedingungen
- zollfreie Importe & Exporte
- Arbeiter haben kaum Rechte
- hohes Arbeitskräftepotenzial ’ gute Arbeitsmoral
- Nutzung von Zollvergünstigungen außerhalb der NAFTA
- Vergünstigungen/ keine Zölle innerhalb der NAFTA
- Outsourcing von US-Firmen
’ sparen
für Mexiko:
- neue Arbeitsplätze werden geschaffen
- technisches Know-how kommt nach Mexiko ’ Selbstverwendung (Modernisierung)
- Einnahmen durch Landverkauf
- zollfreier Handel mit USA
- Exportorientierung
- Steuereinnahmen durch US-Firmen
- verbesserte Lebensbedingungen
- Industrialisierung des Nordens
Strategische Handelspolitik: Airbus vs. Boeing
Airbus = europäisches Unternehmen
Boeing = US-Unternehmen
Bedeutung des Flugzeugbaus:
- Arbeitskräfte ’ hohe Qualifikation
- hoher Forschungsbedarf ’ hohe Entwicklungskosten
- staatliche Einflussnahme ’ politische Beeinflussung des Handels
- Produktion gegen Monopolstellung
Handelsstreit zwischen Boeing und Airbus:
- Boeing klagt gegen Airbus auf Grund von staatlichen Subventionszahlungen
- Gegenklage gegen Boeing
Ziele der strategischen Handelspolitik:
- USA: indirekte Subventionen (Forschung)
- Ziel: Vorteilbeschaffung gegen ausländische Konkurrenz
räumliche Strukturen und Verstädterungsprozesse in den USA:
„Stadtland“ USA Merkmale der amerikanischen Stadt Räumliche Entwicklung des Stadtsystems
- stark verstädterte Nation (etwa 80% der Bev. lebt in der Stadt)
- keine klare Grenze zw. ländlichen & städtischen Räumen
- nur ausgedehnte Städte ’ kaum Dörfer
- unregelmäßige (amorphe) Ausdehnung hält noch an
- MSA = Metropolitan Statistical Area ’ besteht aus : Kernstadt (nucleus) und Einzugsbereich (metropolitan population)
- keine Altstadt wie in Europa ’ relativ junge Städte
- „Mainstreet“ in Klein- & Mittelstädten
- schnelles Wachstum
- Schachbrettmuster
- große flächenhafte Ausdehnung
- Bauhöhe nimmt vom Zentrum zum Rand ab
- autogerecht - Zusammenwachsen von Städten zu Städtebändern
- hohe Bevölkerungsdichte/ Ballungsräume im Nordosten (Boswash), Südosten (Florida) und Westen/ Südwesten (SanSan)
- Region um die großen Seen (ChiPitts)
- dünn besiedelte Gebiete: Planstaaten Alaska, Rockey Mountains...)
- Wanderung von „Frostbelt“ und „Dustbelt“ in den „Sunbelt“
Global City New York:
Entwicklung und Aufstieg:
- Eröffnung /Eriekanal
’ wirtschaftlicher Aufschwung
- Einwanderungswelle
- Ansiedlung von internationalen Organisationen, Unternehmen, Banken
’ Weltentscheidungszentrum
- Errichtung Flughafen / Ausbau Infrastruktur
Kennzeichen:
- Schaltstelle der weltweit führenden Wirtschafts- & Finanzunternehmen
- Sitz der weltweit größten Finanz- & Handelsbörse, Finanzfirmen & Investmentbanken
- führende Medienindustrie / Werbebranche
- Schauplatz weltpolitischer Entscheidungen
- Handel & Dienstleistungssektor haben große Bedeutung
- hohe Einwohnerzahl (Bevölkerungszahl)
- sehr hohes BIP
- Forschungsinstitute / Unis
- pulsierende kulturelle Szene
- FIRE-Sektor ’ Finanz-Insurence-Real-Estate
Probleme:
- Unterschied zwischen Arm & Reich wächst
- Krisen (z.B. Finanzkrise) wirkt sich auf die ganze Welt aus
- Platzmangel für Bewohner
- „urban-sprawl“ ’ Wachstum der Stadt
- Verkehrs- & Umweltproblem
- soziale Polarisierung und Fragmentierung
- Anfällig für Terroranschläge
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Exportorientierung / Weltmarktöffnung